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Skifahren in Armenien – ein Tipp für Kurzentschlossene

1. März 2018

Ein verlängertes Feiertagswochenende führte uns unlängst zum Skifahren nach Armenien. Vom Jerewaner Flughafen nach Zaghkadsor ist es nochmal eine reichliche Stunde Fahrt ins Gebirge. Der Transfer ist sehr einfach zu organisieren. Im Ort gibt es viele Unterkunftsmöglichkeiten, zwei davon, das Golden Palace und das Best Western Alva sind direkt an der Piste gelegen – mit den Ski direkt an die Rezeption.

Das Skigebiet ist relativ klein. Zum Skifahren und Snowboarden stehen 27 km Pisten zur Verfügung.  Sechs Lifte befördern die Freizeitsportler in das Wintersportgebiet, das auf einer Höhe von 1 966 bis 2 819 Metern liegt. Die Saison dauert hier von Anfang Dezember bis Ende April, man ist auf Neuschnee angewiesen, denn Schneekanonen gibt es nicht. Momentan (Stand 27.02.) sind die Schneeverhältnisse und Skibedingungen gut – es empfiehlt sich allerdings, vor Reiseantritt die jeweils aktuelle Lage zu erfragen.

Die roten und blauen Pisten – meist breite Autobahnen –  sind trotz wenig Schnee ringsherum ganz gut präpariert und somit gut befahrbar. Das Equipment kann auch ausgeliehen werden. Der Skibetrieb ist überschaubar – an den Liften wartet man kaum und auch die Pisten sind kaum bevölkert. Die zumeist aus Russland stammenden Fahrer verhalten sich anders als wir sie aus Europa oder Sotchi kennen – ruhig und rücksichtsvoll.

Auch ansonsten wird einiges angeboten, beispielsweise Tubing oder Schneemobilfahren. Viele Armenier fahren nach oben und vergnügen sich dort auch ohne Ski.

Die Lifte sind wiederverwendete Teile aus Österreich – mit Neoprensitzen immerhin keine Holzklasse, aber der Skifahrer gelangt ungeschützt (ohne die aus Europa gewohnten Schutzhauben gegen den Wind) und langsam bis zur Bergstation. Der Skipass kostet pro Tag um die zwanzig Euro.

Im Skigebiet stehen drei Hütten für die Versorgung zur Verfügung, leider ist das Essen an der Hauptkundschaft orientiert sehr russischlastig – obgleich natürlich das obligatorische Schaschlyk nicht fehlen darf. Wandert man aber abends in den Ort, findet man natürlich armenische Küche. Wir speisten im Restaurant Burmunk, das ein wenig versteckt am Hang lag. Kleine Häuschen luden zum Essen ein. Das war übrigens sehr lecker – Schaschlyk, Hase und Fisch wird im „Tonir“ gegart. Wir kannten den „Tan dyr“ (ein ca. ein Meter tiefes topfartiges Tongefäß mit Holzfeuer am Boden) bisher nur vom Markt – an den Innenwänden werden da die Brotfladen geklebt und ausgebacken. Geschmacklich war diese Garmethode eine Entdeckung – eine Kombination aus Heißräuchern, Backen und Grillen mit ganz typischer Aromaentfaltung. Ein MUSS!

Für sportlich orientierte Skifahrer kann Zaghkadsor für ein verlängertes Wochenende eine schöne Abwechslung sein – Familien mit Kindern und Beginner haben sicher auch eine Woche Spaß.

Außerdem gibt es eine Kirche und ein Kloster aus dem 11. bis 13. Jahrhundert zu besichtigen.

 

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From → Andere Regionen

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