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Zum Valentinstag – Denkmäler für Verliebte und Liebende

1. Februar 2018

In Moskau stehen zahlreiche Denkmäler, die der Liebe gewidmet sind.

Das bekannteste Ehepaar-Denkmal steht gegenüber vom Puschkin-Wohnungsmuseum auf dem Alten Arbat – 1999 wurde das Monument Alexander Puschkin und Natalja Gontscharowa anlässlich des 200. Geburtstages des Poeten aufgestellt. Geschaffen wurde es von den Gebrüdern Burganov. Sie bemühten sich um eine reale Darstellung – Puschkin war immerhin 9 cm kleiner als Natalja.

Das Museum wurde am 18. Februar 1986 eröffnet, am 155. Hochzeitstag des Paares. Dieses Haus mietete Puschkin für die junge Familie. Hier feierte er seinen Junggesellenabschied, hierher nach Hause brachte er seine Ehefrau nach der Trauung in der Kirche am Nikitskij Tor. Dort wurde 1999 in einer Rotonde aus italienischem Marmor mit einer vergoldeten Kuppel eine weitere Skulptur Puschkins und seiner Frau aufgebaut. Da das Denkmal nicht von überall her gut zu sehen ist, bekam es im Volksmund den Spitznamen „Kakerlaken im Fass“.

Im gleichen Jahr erschien im Hof des Anwesens der Familie Lopuchin, indem sich derzeit das Internationale Röhrich-Zentrum mit angeschlossenem Museum befindet, ein Denkmal für die Eheleute Röhrich. Im Sockel befinden sich Titankapseln mit der Asche Nikolajs und Jelenas, so wurde der letzte Wille des Kulturschaffenden umgesetzt.

An der Kreuzung des Leninprospekts und der ul. Krupskaja steht eine Skulptur, die Lenin und Nadeschda Krupskaja idyllisch beim Zeitunglesen zeigt. Das ist eins der letzten Lenindenkmäler, nach dem Fall der Sowjetmacht wurden viele demontiert. Lenin und Krupskaja überdauerten die Zeit, obwohl sie mehrfach mit Farbe beschmiert wurden. Die Kommunistische Partei führt dort oft ihre Meetings durch.

2013 schuf der Moskauer Bildhauer Dmitrij Kukoloss ein vier Meter hohes Denkmal für das heilige  Ehepaar Dmitrij Donskoj und Jefrosinja mit Kindern. Es steht am Nachimosvskij Prospekt 8, neben der Jefrosinja-Kirche. Zu ihren Lebzeiten taten die beiden viel für Moskau – als barmherzige Schwester beispielsweise unterstützte Jefrosinja, wie sie vor ihrem Eintritt ins Kloster hieß, bedürftige Familien während der Pestepidemie. Nach dem Tod von Dmitrij Donskoi stand Jefrosinja faktisch an der Spitze des Moskauer Fürstentums. Sie gründete das Himmelfahrtskloster im Kreml, das leider 1929 zerstört wurde.

In der Nähe der Metro Nowokusnetzkaja sieht man seit 2007 in einem kleinen Park den Springbrunnen „Adam und Eva“. Er wurde anlässlich des 860. Stadtgeburtstages der Hauptstadt im Rahmen der Eröffnung der touristischen Strecke „Historische Plätze in Samoskworetschie“ eingeweiht. Bis 1930 stand dort die Paraskjewa-Pjatnitza-Kirche, die dem Bau des Metrogebäudes weichen musste. Nun sitzen dort Adam und Eva, die einen Apfel in der Hand hält, im Paradies.

Das Denkmal „Abschied der Slawin“ zu Ehren des legendären Marsches 1941 steht seit 2014 auf dem Platz zwischen den Bahnsteigen und dem Weißrussischen Bahnhof. Die Skulptur folgt in ihrer Komposition Szenen aus dem Film „Die Kraniche ziehen“ von Michail Kalatosow, in denen sich die Soldaten, die freiwillig in den Krieg ziehen, von ihren Mädchen verabschieden.
Das Denkmal sorgte für Schlagzeilen, da der Soldat statt eines sowjetischen Modells eine deutsche Mauserpistole trug. (Der gleiche Künstler erregte mit seinem kürzlich aufgestellten Kalaschnikow-Denkmal auf dem Gartenring nochmals Aufsehen. Dort wurde anstelle der Kalschnikow ein deutsches Geweht gezeigt. Beide Denkmäler wurden einer nachhaltigen Korrektur unterzogen – die Schießgeräte wurden entfernt.)

Auch dem Meister und seiner Margarita, Figuren aus dem berühmten Roman von Michail Bulgakow, ist ein Denkmal gewidmet. Ihre Gesichter sind nicht zu sehen, jeder kann sich seinen eigenen Vorstellungen hingeben.

Die verliebten Schnecken von Philipp Rukawischnikow wurden 2006 im Bezirk Kurkino aufgestellt.

Das große silberne Herz, das „Denkmal für alle Verliebten“, steht im Ermitash-Sad, dem ältesten Park der Hauptstadt, geschaffen für romantische Spaziergänge, Küsse und Wünsche.

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From → Bräuche

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