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Sonnenuhren in Moskau

1. Juni 2017

Lange wurde angenommen, dass die ersten Sonnenuhren in Russland im 15. Jahrhundert erschienen. Doch bei Restaurierungsarbeiten an der Erlöser-Kirche in Tschernigov wurde am Turm eine zylindri-sche Sonnenuhr entdeckt, die auf das 11. Jahrhundert datiert wurde.

In der russischen Hauptstadt gibt es mehrere Sonnenuhren. Viele wurden bereits zwischen dem
17. und 19. Jahrhundert angebracht, die modernste hängt am Gebäude der russisch-litauischen Schule in der Gospitalnyj Gasse 3, das erst vor einigen Jahren gebaut wurde.

Die Restaurierung der Auferstehungskirche in Kadaschi, 1. Kadaschewskij Gasse 7, schloss auch die Sonnenuhr an der südlichen Fassade ein. Wahrscheinlich wurde die Uhr bereits Ende des 17. Jahrhunderts, als die Kirche, übrigens eine der schönsten Moskaus, gebaut wurde, dort angebracht.

Eine „Stundensäule“ befindet sich im Park Kolomenskoje, sie stand früher vor der Fassade des nicht erhalten gebliebenen Palasts des Zaren Alexej Michailowiitsch. Der Legende nach wurden auf der Säule die Bitten und Beschwerden an den Zaren abgelegt. Erst später kam die Sonnenuhr dazu, von der leider nicht mehr viel zu sehen ist.

Die älteste Moskauer Sonnenuhr ist an der Fassade der Lopuchin-Gemächer im Neujungfrauenkloster zu sehen. Sie „tickt“ bereits seit den Zeiten Peters I.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konstruierte der talentierte Astronom A. Burgov, eigentlich ein leibeigener Bauer, die Sonnenuhr am rechten Seitenflügel des alten Gebäudes der Moskauer Universität, ul. Mochowaja 11. Vom Manegenplatz gegenüber ist sie gut zu entdecken.
Aus dieser Zeit stammen auch die Sonnenuhren über dem Eingang der ehemaligen Synodaldruckerei in der ul. Nikolskaya 15. In der reich verzierten neogotischen Fassade sind sie nicht gleich zu bemerken.

Eine weitere Uhr befindet sich am ehemaligen Armenhaus neben der katholischen Kirche des Heiligen Ludwigs in der ul. Malaya Lubjanka 12 a. Sie ist im Hof zu sehen.

Auf der Allee der Kosmonauten, einer Fußgängerzone an der Metro WDNCh, befindet sich neben der Darstellung unseres Sonnensystems auch eine Sonnenuhr.

Verloren gegangen ist die Sonnenuhr an der Fassade des Hauses in der Spartakovskaya ul. 2, heute die Moskauer Bauuniversität. Nur eine weiße steinerne Tafel weist noch auf sie hin. Angeblich wird sie vor einem Krieg oder einer Revolution rot.

2011 wurde im Park des Flüsschens Setun an der ul. Minskaya die Komposition Analematische Sonnenuhren eingeweiht. Das sind vertikale Uhren, in deren Mitte sich ein Mensch auf den entsprechenden Monatsnamen stellt und sein Schatten zeigt die Zeit an.
Sonnenuhren wurden im Park Sokolniki aufgestellt, wie beispielsweise im Großen Rosarium.

Der Himmelspark am Planetarium, ein astronomisches Museum unter freiem Himmel, zeigt eine große Sammlung von Sonnenuhren.

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