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Ausflug in Richtung Moschaisk

1. März 2017

Über die Minsker Chaussee gelangt man auf Höhe von Moschaisk zum Abzweig nach Wereja.

Wereja am Ufer der Protwa wurde erstmals 1371 erwähnt. In seiner wechselvollen Geschichte wurde es von den Tataren und Litauern ausgeraubt und zerstört, von den Polen eingenommen. Seit 1708 gehört es zum Gouvernement Moskau.

Wereja ist ein malerisches Städtchen. Im Zentrum der Stadt befinden sich hoch über dem Fluss die Reste des alten Kremls, alte Wallanlagen, mit der Geburtskirche aus dem 16. Jahrhundert mit einem später angebauten hohen Glockenturm, der Dominante der Stadt.

Die Kirche des Einzugs des Herrn in Jerusalem aus dem 17. Jahrhundert, eins der ältesten Denkmäler der Stadt, gehört zum ehemaligen Kloster, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgelöst wurde – Katharina II. hatte angeordnet, dass die ärmeren Klöster geschlossen werden sollen. Die Anlage wurde sehr schön restauriert.

Auf dem Sowjetischen Platz blieben die Handelsreihen erhalten, sie sind die ältesten ihrer Art in Podmoskowie und werden ihrer Bestimmung nach auch heute noch genutzt.

Wir besuchten auch die Altgläubigenkirche in der ul. 1. Sowjetskaja 15. Sie wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gebaut und folgte dem nach dem Krieg mit den Franzosen errichteten Gebetshaus. Von außen konnte man keine Kirche erkennen, schließlich war den Altgläubigen damals verboten, neue Kirchen zu bauen, doch innen wurde ein richtiger Kirchenraum mit alten Ikonen eingerichtet. Alte Ikonen schmücken auch die heutige Kirche, die in Sowjetzeiten nicht geschlossen war.

Nicht weit von Wereja, versteckt zwischen Dörfern und Wäldern, wurde eine große Erholungsanalage  gebaut, mit Teichen zum Fischen, im Wald darf gejagt werden. Außerdem stehen dort viele Häuser und Bungalows zum Übernachten. Im Gestüt kann man Reiten lernen. Im Winter stehen Schlittenfahrten auf dem Programm, im Sommer ist Baden angesagt, mit dem Rad oder der Kutsche kann man durch den Wald fahren und die Hirsche beobachten, die dort fast wie in freier Wildbahn leben. http://www.ozernoe-hunt.ru/

Einen Abstecher kann man auch nach Moschaisk machen. Die Neu-Nikolaj-Kirche im ehemaligen Moschaisker Kreml, dazumal ein wichtiger Verteidigungsposten auf dem Weg nach Moskau, ist nicht zu übersehen, sie steht auf einem Hügel. Die Kirche wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts anstelle des Nikolaus-Tores errichtet. Wie viele andere russische pseudogotische Gebäude weist sie Freimaurer-Symbolik auf. In Sowjetzeiten wurde sie zur Trikotagenfabrik umfunktioniert.

Im Luschnetzkij Kloster blieben eine Reihe von Architekturdenkmälern erhalten, darunter die Gottesmutterkirche aus dem 16. Jahrhundert. Das Kloster hat Zerstörung und Verlassenheit überstanden, in der Sowjetzeit wurde es geschlossen und war noch Mitte der achtziger Jahre ohne Eigentümer. Erst zu Beginn der neunziger Jahre wurde die Anlage der russisch-orthodoxen Kirche wieder zurückgegeben.

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From → Umgebung Moskaus

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