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J. M. Coetzee: Der Meister von Petersburg

1. Februar 2017

Das ist interessant – ein südafrikanischer Schriftsteller schreibt über den russischen Autor Fjodor Dostojewskij, keine Biografie, sondern eine Geschichte, die er entwickelte aus einer kurzen fiktiven Episode – dem Tod seines Stiefsohns Pawel. Dieser bringt Dostojewskij zeitweilig aus Dresden wieder nach Petersburg zurück, um Näheres über das rätselhafte Ableben Pawels zu erfahren – war es Selbstmord, wurde er von der Polizei getötet oder stammt der Mörder gar aus einer anarchistischen Clique? Indem Dostojewskij in Pawels Zimmer zieht, wird er zunehmend in die Verhältnisse in Petersburg und das Leben seines Sohnes hineingezogen. Er sucht nach Gedanken, Gefühlen, nach dem, was von seinem Sohn geblieben ist. Innerlich zerrissen und von Schuldgefühlen geplagt versucht er verzweifelt, mit dem Tod fertig zu werden und bewältigt seine Trauer am Schreibtisch, wo er die ersten Seiten der „Dämonen“ entwirft. Zuweilen schimmern Verbindungen zu anderen Romanen Dostojewskij durch.

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From → Buchtipps

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