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2017 – das Jahr der Ökologie

8. Januar 2017

2017 wurde in Russland zum Jahr der Ökologie und des Umweltschutzes erklärt. Zum einen wird man sich ökologischen Problemen widmen, zum anderen stehen die Nationalparks im Fokus der Aufmerksamkeit. Viele Veranstaltungen werden organisiert, die dem hundertjährigen Jubiläum der russischen Nationalparks gewidmet sind. Am Baikalsee gibt es im März einen Marathon, im Juni soll der Elbrus bestiegen werden.

Der Tag der Nationalparks wird am 11. Januar begangen. Er wurde 1997 auf Initiative des Zentrums für die Erhaltung der Wildnis und des Internationalen Fonds der Wildnis zu Ehren des ersten russischen Nationalparks ins Leben gerufen. 1916 wurde der Bargusin-Nationalpark gegründet.

Bis 2020 sollen 11 neue Nationalparks geschaffen werden. Mehr als 100 gibt es bereits.

Worin liegt der Unterschied zwischen sapowednik (Naturschutzgebiet), Nationalpark und sakasnik (Wildreservat oder Gewässer, in dem Fischfang verboten ist)?

Sapowednik ist ein Stück Erde oder Wasser, in dessen Grenzen sich die gesamte Natur, Flora und Fauna für immer und ewig unter Aufsicht des Staates befindet und nicht mehr für wirtschaftliche Zwecke genutzt werden darf. Wissenschaftliche Forschungsinstitute gehören dazu, die an die beschriebenen Territorien angeschlossen sind. Jede Handlung, die die Natur zerstören könnte, ist untersagt.

In einem sakasnik steht im Gegensatz zum sapowednik nur ein Teil der Flora und Fauna unter Naturschutz, beispielsweise bestimmte Tiere oder seltene Pflanzen.

Ein Biosphärenreservat ist ein geschütztes Gebiet (ein Naturschutzgebiet oder Nationalpark), in denen der Schutz der für eine Zone besonders kennzeichnenden Arten verbunden ist mit wissenschaftlichen Forschungen, langfristigem Monitoring und Umweltbildung. Solche Gebiete werden seit 1973 gegründet.

In einem Nationalpark (Erde oder Wasser) werden Landschaften und besondere Objekte der Natur geschützt. Hierher dürfen Besucher kommen und sich erholen.

In den Naturschutzgebieten ist die Einflussnahme des Menschen auf ein Minimum beschränkt. Das erste Naturschutzgebiet entstand in Burjatien am Nordostufer des Baikalsees. Ziel war es den Zobel zu erforschen und seine Population vor dem Aussterben zu retten bzw. zu vergrößern. Damals gab es nur noch etwa zwanzig bis dreißig dieser kleinen Tiere. Seit 1996 steht das Territorium Bargusin auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Heute leben dort Hirsche, Hasen, Bären, Murmeltiere.

In Russland gibt es alles – heiße Kurorte am Meer, schneebedeckte Berge, tiefe Seen, kristallklare Flüsse, die märchenhafte Taiga, wundersame Tiere. Diese einzigartige Natur braucht natürlich Schutz. Die Naturschutzgebiete wurden mit dem Ziel geschaffen, einzigartige Ökosysteme zu erhalten.

Russlands größtes ist das Arktische, das sich im Krasnojarsker Gebiet befindet. 1993 gegründet, umfasst sein Territorium mehr als vier Millionen Hektar, darunter Inseln und Halbinseln. Dort herrscht fast immer Winter. Die Luft erwärmt sich nie mehr als bis auf – 7 Grad.

Naturschutzgebiete in Moskau und Umgebung

Die Elchinsel

Sie ist der größte Waldpark Europas in den Grenzen einer Stadt, ihr Territorium ist 116 km² groß. Hier leben viele Tiere – Elche, Hirsche, Wildschweine, Nerze, Eichhörnchen, Bisamratten, Biber. Gelangt man in die Tiefen der Elchinsel, ist von dem Lärm der Hauptstadt nichts mehr zu spüren. Mehr als achtzig Prozent des Parks sind von Wald bedeckt.

Der Park ist erreichbar mit der Elektritschka bis zur Station „Jausa“ oder „Sewerjanin“, Bus 75 oder Straßenbahn 2, 46, 13, 36 von der Metro „Boulevard Rogossovskogo“, mit dem Auto über die den Prospekt Mira und die Schtscholkovskoje Chaussee.

Biosphärenreservat an der Oka

In der Nähe von Serpuchow befindet sich am linken Ufer der Oka ein kleines Fleckchen unberührter Natur. Dort wachsen circa tausend seltener Pflanzenarten. Hier leben Hirsche, Wildschweine, Wölfe, Otter, Luchse. Frische Luft wird durch 92% Wald gewährt.

Das Gelände erreicht man vom Bahnhof Serpuchow mit dem Bus 31 (Turowo) oder 41 (Sibrowo), der Marschrutka 25 Serpuchow-Danki.
Nationalpark Sawidowskij

Dieser Park befindet sich im Moskauer und Twerer Gebiet, in der Senke von Werchnewolschskij. Nach Angaben der UNESCO gehört er zu den saubersten der Welt. Wälder, große Wiesen wechseln sich mit fischreichen Seen ab. In den Wäldern wachsen Beeren und Pilze. Erreichbar mit der Elektritschka vom Leningrader Bahnhof bis Tschernitschnaja oder Sawidowo, mit dem Auto über die Leningrader Chaussee, hinter Klin links abbiegen.

aturdenkmal „Serebrjannyj Bor“

Das Waldmassiv am Moskwa-Fluss auf einer künstlichen Insel gehört  zu den populärsten Erholungsgebieten der Hauptstädter. Die Bezeichnung Silberwäldchen kommt von einer außergewöhnlichen Erscheinung – im Sommer leuchten in der aufgehenden Sonne die Kiefern wie frisch geputztes Silbergeschirr. Leder sieht man das jetzt aufgrund der Luftverschmutzung eher selten. 1991 erhielt das Silberwäldchen den Status eines Naturdenkmals auf regionaler Ebene. MZu erreichen mit dem Bus 21 von der Metro Poeschajewskaja, dem Trolleybus 20 oder 86 von der Metro Belorusskaja, Begowaja oder Poleschajewskaja.

Heimat des Kranichs

Dieses Reservat ist auf dem Territorium der Bezirke Taldom und Sergejew-Posad in den Sümpfen von Dubnensk gelegen. Die beste Zeit, um dorthin zu fahren, ist um den 20. August herum bis Ende September. Dann sammeln sich die Kraniche und verdunkeln den Himmel. Doch auch zu allen anderen Zeiten kann man die vielen Vögel beobachten. Die Mitarbeiter der Ökostation beschreiben die besten Routen.

Anfahrt mit dem Auto über die Dmitrowskoje Chaussee, von Taldom nach Jurkino, nach 18 km nach rechts abbiegen, mit der Elektritschka bis Taldom, dann mit dem Bus 26, 29, 34, 36.

Nationalpark Pleschtschejewo osero

Dieser See in der Nähe von Pereslawl-Saleskij ist der größte Süßwassersee im europäischen Teil Russlands, er ist mindestens 30 000 Jahre alt. 710 Pflanzenarten, 35 davon sind im Roten Buch Russlands eingetragen, sind dort anzutreffen, außerdem viele Tiere. Im See kann man baden!

Erreichbar mit dem Auto über die Jaroslawler Chaussee bis Pereslawl-Salesskij.

Landschaftsreservat Tjoplyj stan (Erholungsgebiet Troparjowo)

Dieser Park ist einer der malerischsten Plätze im Südwesten der Stadt und liegt 253,4 m über dem Meeresspiegel. Die Flüsschen dort versorgten die Menschen schon vor 800 Jahren mit Wasser. Im großen See darf gebadet werden. Im Park befinden sich ein Holzspielplatz für Kinder sowie ein kleines Planschbecken.

Von der Metro Tjoplyj stan kann man zu Fuß hin laufen.

Tscherustinskij les

Dieser Wald ist der größte im Bezirk Schatura im Osten des Moskauer Gebiets. Wald, Wiesen und Sumpf wechseln sich ab. Überall wachsen Beeren und Pilze. Auch hier können Kraniche gesehen werden.

Mit der Elektritschka fährt man in Kasaner Richtung bis Tscherusti.

Staatliches Museum Naturschutzgebiet Kolomenskoje

390 Hektar schöner Wald laden zum Spazierengehen ein. Dort finden auch viele Ausstellungen und Festivals statt, Exkursionen führen über das gesamte Gebiet und in die Gebäude.

Der Park befindet sich zwischen den Metrostationen  Kolomenskaja und Kaschirskaja. Ismailowskij Park

Dieser Park ist aufgeteilt in einen Wald- und einen Parkteil. Der Waldpark ist ein Nationalpark regionaler Bedeutung. Dorthin gelangt man über den Bolschoi Kupawenskij projesd. Im Park kann man mit dem Boot fahren, im Winter wird eine Loipe gespurt.

Der Park ist zu erreichen mit der Metro bis Station Ismailowskaja, Partisanskaja oder Semjonowskaja.

Naturschutzgebiet Ismailowskij Insel

Die ehemalige Zarenanlage mit ihren Seen und dem Flüsschen Serebrjanka ist ein Ort für ruhige Spaziergänge.

Die Insel befindet sich in der Nähe der Metro Partisanskaja.

Katharinenpark

Dieser Park befindet sich im Zentrum Moskaus unweit der Metro Dostojewskaja. Auf 16 Hektar kann man sich am Teich erholen oder spazieren gehen. Diese Anlage ist ein Denkmal der Garten- und Parkgestaltung.

Park 50 Jahre Oktober

Der Park im Südwesten in der Nähe der Metro Prospekt Wernadskogo ist stark mit Wald bedeckt. Meist sind nur wenig Menschen unterwegs.

Park Sokolniki

Ein beliebter Ort für die Erholung der Moskauer – zum Bummeln, für die aktive Erholung – Inlineskating, Radfahren, Skilaufen, Eislaufen. Die meisten Besucher kommen über den Haupteingang an der Metro Sokolniki in den Park. Im hinteren nördlichen Teil des Parks an den Teichen ist es wesentlich ruhiger, deshalb bevorzugen wir diesen Teil zum Skilaufen und Radfahren.

 

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From → Landeskunde

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