Zum Inhalt springen

Ausflug zu Jesenin

28. Februar 2015

Sergej Jesenin (1895-1925) war ein russischer Poet, der sich in seinen Gedichten vor allem mit dem Leben auf dem Land, der russischen Heimat, aber auch mit der Revolution beschäftigte. Er war noch keine 20 Jahre alt, als schon ein breites Publikum seine Gedichte las, die so widersprüchlich und schwierig waren, wie der Mensch Jesenin selbst, trotzdem wird er von den Russen sehr verehrt.

An der Oka in Konstantinowo befindet sich ein Museumspark, wo das Andenken an ihn bewahrt wird. Einen Besuch dort kann man mit anderen Eindrücken verbinden.
Um dem Stau zu entgehen, starteten wir Samstagmorgen um 4.45 Uhr und fuhren auf der M5 in Richtung Kolomna (zu Kolomna siehe einen Beitrag auf unserer Homepage). Danach kamen wir durch den Gurkenort Luchowitzy; trotz der frühen Stunde standen die Mütterchen schon an der Straße und boten frische, knackige Gürkchen an. Hier gibt es auch ein Gurkenmuseum, ul. Puschkina 341 a.

Konstantinowo liegt ca. 165 km von Moskau entfernt. Wir besichtigten das Haus der Familie, wo Jesenin geboren wurde, die Kirche, in der er getauft wurde und die Schule, in der er lernte. Gleich daneben befindet sich noch eine Kaufmannsvilla aus dem 19. Jh., von der aus man einen tollen Blick auf die Umgebung an der Oka hat.

Einige Fahrminuten entfernt in Poschtschupowo liegt eines der ältesten Klöster Russlands. In der Kirche hat uns die Ikonenwand aus Porzellan erfreut. Der Glockenturm soll der Legende nach nur um einen Stein niedriger sein als der Glockenturm im Kreml. Neben dem gepflegten Männerkloster gibt es eine Heilige Quelle. Ein besonderes Erlebnis ist es, gemeinsam mit den russischen Frauen, die Lieder singen, im Badehaus zu sein und die Prozedur – 3x im eiskalten Wasser untertauchen – mitzumachen. Gegen Abend suchten wir uns einen Platz zum Zelten an der Oka, deren Ufer schon dicht belegt war. Das Wasser ging einigermaßen zum Baden. Lagerfeuer, Grillfleisch, Rotwein – was braucht man mehr.

Nach Bad und Frühstück fuhren wir nach Rjasan, um den Kreml zu besichtigen. Besonders beeindruckt hat uns die Ikonostase in der Uspenskij Kirche; sie ist 27 m hoch und aus Holz geschnitzt. Auf dem Territorium des Kremls befindet sich in den alten Gemäuern ein Hotel. Schließlich statteten wir noch dem Städtchen Saraisk einen Besuch ab und besuchten den dortigen Kreml aus dem 16. Jh.

Aber das Highlight waren die Wiesen mit riesigen, wilden Erdbeerfeldern, überall konnte man anhalten und sich auf die Erdbeeren stürzen. Es lohnt sich also, Ende Juni/Anfang Juli dorthin zu fahren.

Die Gegend um Rjasan und Saraisk ist sehr bewegt, Hügel, Felder und Wiesen mit schönen Blumen wechseln sich ab, eine richtig angenehme Landschaft. Und fast ohne Stau gelangten wir nach Moskau, das hätten wir so nicht erwartet.

From → Umgebung Moskaus

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: