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Sam Eastland, Roter Zar

4. Januar 2014

Sam Eastlands erster Roman um Inspektor Pekkala spielt in einer ungewohnten Zeit in einem selten beschriebenen Sujet und ist an Spannung kaum zu überbieten. Pekkala war einst Sonderermittler für den letzten Zaren, Nikolaus II., ausgestattet mit allen Rechten, die man haben kann, einem Freifahrtschein durch alle Lande und mit unbegrenzten Möglichkeiten. Erkennbar war er an einer Brosche, dem sogenannten Smaragdauge, und jeder wusste Bescheid und jeder hatte Respekt vor ihm. Da wurde nicht diskutiert, denn Pekkala war nur dem Zaren verpflichtet und versah seinen Dienst korrekt und zweifelsfrei.
Parallel zu seinen Ermittlungen, wie Pekkala aus der Zwangsarbeit geholt und von Stalin verpflichtet wird, erzählt Eastland seinen Werdegang – wie er Ermittler der Polizei wurde, indem er für seinen Bruder Anton einsprang, als es hieß, er wäre relegiert, wie er seine Karriere startete und zum persönlichen Geheimagenten des Zaren wurde. So erfährt man Vorgeschichte und aktuelle Geschichte im Wechsel, und schon dadurch beweist Eastland seine große Erzählkunst, denn man kommt nie durcheinander (durch normale und kursive Schrift sowieso unmöglich), und die Spannung in beiden Erzählteilen bleibt erhalten.

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From → Buchtipps

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