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Das Alexandrow-Ensemble

22. November 2013

Seit mehr als 80 Jahren begeistert dieses Ensemble seine Zuschauer und Zuhörer. Es trägt den Namen seines Begründers, Boris Alexandrow, der mit 8 Tänzern, 2 Sängern, 1 Akkordeonspieler und einem Sprecher diese Gruppe 1928 erstmals im Zentralen Haus der Roten Armee auf die Bühne brachte.
Aus dem ersten Soldatenchor der Sowjetunion entstand in den nächsten Jahren das Sang- und Tanzensemble der Roten Armee. 1935 war die Truppe bereits auf 135 Mitglieder angewachsen und zur größten militärischen Kulturgruppe der damaligen Sowjetunion avanciert. Heute besteht das Ensemble aus 186 Mitgliedern – 9 Solisten, einem Männerchor, einem Orchester, einer Tanzgruppe.
Wer ein Stück russischer Seele kennen lernen möchte, sollte sich eine Aufführung des Ensembles unbedingt ansehen. Der Männerchor gehört zu den größten und besten der Welt, beherrscht höchste Gesangstechnik und verbindet klassische Musik mit russischer Volksmusik, saubere Klangbilder mit gefühlvollen Solodarbietungen. Großartige Tänzer, russische Volksinstrumente wie Domra, Bajan und Ballalaika und die bunten russischen Uniformen sind wichtiger Bestandteil dieser einzigartigen und unvergesslichen Bühnenproduktionen.
1937 erhielt das Ensemble bei der Pariser Weltausstellung den “Grand Prix”. Das Ensemble trat während des Großen Vaterländischen Krieges mehr als 1500 Mal auf. Unvergesslich scheint der Auftritt nach Kriegsende 1946 in Berlin auf dem Gendarmenmarkt. Auch heute noch sind sie viel auf Gastspielreise unterwegs, um in den Armeeeinheiten in ganz Russland, aber auch in vielen Ländern der Erde ihr Können zu zeigen. Natürlich fuhren und fahren sie auch in die Kriegsgebiete nach Tadshikistan, Afghanistan, Tschetschenien …
Papst Johannes Paul II. segnete den Chor bei einem Auftritt im Vatikan und galt als besonderer Verehrer des Alexandrow-Ensembles. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Chores war das Konzert in der NATO-Zentrale in Brüssel.
Das Repertoire der Truppe umfasst mehr als 2000 Werke, russische Lieder, Volkslieder und –tänze, geistliche Musik, klassische Stücke russischer und ausländischer Komponisten, Meisterwerke der internationalen Rock- und Popmusik.
Wir haben im vergangenen Herbst das Vergnügen gehabt, eine Aufführung zu besuchen. Drei Stunden haben uns die Sänger, Instrumentalisten und Tänzer begeistert, auch für den Nachwuchs wird schon gesorgt, der auch auftritt und für Begeisterung sorgt.
Es lohnt sich also unbedingt einmal auf der Seite http://www.ensemble-aleksandrova.ru/ nach den nächsten Moskauer Terminen zu schauen. Das Ensemble hat seinen Sitz in der Semljedeltscheskij pereulok 20, Metro Kiewskaja oder Smolenskaja.
Der Deutschlandfunk plant am 1.3.2011 um 19.15 Uhr eine Sendung:
Die Macht der Musik oder: Die Musik der Macht
Russlands gefährlichste Waffe ist eine singende: das Tanz- und Gesangsensemble der Armee, das sich nach dessen Gründer – Alexander Alexandrow – nennt. Lieder, die er im Zweiten Weltkrieg für den
300 Mann starken Soldatenchor komponierte, hatten damals wie heute die Wirkung einer Droge. Nicht nur in Russland. Das berühmte Ensemble demonstriert mit der Musik der Macht auch die Macht der Musik. Die Autorin hat das Ensemble begleitet und rekonstruiert seine Geschichte.
Regie: Heide Schwochow
Einen Film kann man sich auch im Internet ansehen:
http://vision.rambler.ru/users/rutv.ru/1/39/ Film „Die singende Waffe – das Alexandrowensemble“.

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From → Volkskunst

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