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Ostern

21. November 2013

Am Sauberen Donnerstag wurde sauber gemacht, Pas’cha, Kultisch und andere Teigwaren wie etwa Schäfchen, Hähne und Tauben gebacken, die Menschen versammelten sich am festlich gedeckten Tisch, um sich ganz dem Festessen, zu dem auch ein Spanferkel, Schinken oder ein Hammel gehören konnte, hinzugeben. Die Gerichte wurden mit Blumen geschmückt, ebenso der Tisch, die Ikonen, das ganze Haus. Schon seit Urzeiten schenken sich auch die Menschen in Russland bemalte Ostereier.

Hier werden verschiedene Möglichkeiten des Färbens angewendet:

Mit Zwiebelschale können die Eier von gelb bis rotbraun gefärbt werden, die Intensität hängt von der Konzentration der Schalen ab.

Getrocknete oder junge Birkenblätter geben den Eiern eine gelbe bis goldgelbe Farbe. Im Sud werden die Eier jeweils gekocht.

Für das Färben mit Obst- oder Gemüsesaft (aus roten Rüben, Möhren oder Spinat) werden schon gekochte Eier verwendet.

Natürliche Farben erhält man folgende:

Hellrot von Rübe oder Heidelbeere, orange Töne gibt die Zwiebel, hellgelb Apfelsinen, Zitronen oder Möhren, gelb Kurkuma oder die Schale von Walnüssen, hellgrün erreicht man durch Färben mit Spinat oder Brennnesseln, grün durch grüne Äpfel, blau durch die Blätter von Rotkraut, Kaffee gibt eine beige oder braune Farbe. Noch intensiver wird die Farbe, wenn die gefärbten Eier im Farbbad eine Nacht im Kühlschrank stehen. Pünktchen auf der Eierschale bekommt man, wenn das feuchte Ei in Reis gewälzt wird, danach wird das Ei in Gaze eingewickelt und in Zwiebelschale z. B. gekocht. Einen Marmoriereffekt beim Kochen erhält man, wenn das Ei in Zwiebelschalen fest eingewickelt wird. Umwickelt man das Ei mit verschieden gefärbten Fäden, ergeben sich interessante Farbspiele. 

Wichtig zu wissen:

Eier dürfen nur am Sauberen Donnerstag gefärbt werden. Damit sie nicht platzen, sollten sie vor dem Kochen mindestens 1 Sunde bei Zimmertemperatur liegen, dem Kochwasser kann Salz beigefügt werden. Damit die Eier schön glänzen, werden sie mit Öl eingerieben. Vor dem Färben können die Eier mit Seifenlauge oder Sprit eingerieben werden, die Schale nimmt so die Farbe besser an. In Russland werden auch ausgeblasene Eier bemalt oder beklebt und an Zweige gehängt.

Einige Symbole:

Eine Kiefer auf dem Ei ist das Symbol für Gesundheit. Schwarzgefärbte Eier werden mit hellen Bildchen verziert, das zeigt die Vielfalt des Lebens. Kinder bekommen niemals schwarzgefärbte Eier, für sie wird ein hellroter Hintergrund hergestellt. Die weiße Farbe ist der Anfang von allem. Die Taube ist das Symbol der Seele, ein Netz steht für das Schicksal. Ein gelbes Netz steht für die Sonne und das Schicksal im Jetzt. Pünktchen, Beeren und Hopfen bedeuten Fruchtbarkeit, die Eiche Kraft, Blümchen Jungfräulichkeit. Früher wurden alle Knöchelchen vom Festtagstisch aufgehoben, ein Teil wurde auf dem Feld vergraben, um den Hagel abzuhalten, einen Teil behielt man im Haus, um Gewitter abzuwenden. Der obere Teil des Kulitschs wurde ebenfalls aufgehoben, ihn aß der Hausherr beim Säen und bat um reiche Ernte.

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From → Bräuche

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