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Kiew – Hauptstadt der Ukraine

21. November 2013

Kiew ist zu beiden Seiten des Dnjepr gelegen und hat ca. 3 Mio Einwohner. Der Legende nach wurde Kiew von den drei Brüdern sowie ihrer Schwester gegründet und nach dem ältesten benannt. Im 9. Jh. war Kiew das größte Handels- und Kulturzentrum Osteuropas. Im 11. Jh. wurde unter Jaroslaw dem Weisen die Sophienkathedrale gebaut und dort erste russische Bibliothek gegründet. Von Kiew aus verbreitete sich das orthodoxe Christentum im Land. Doch Kriege und Auseinandersetzungen im Land ließen die weitere Entwicklung stagnieren. 1494 erhielt Kiew das recht sich selbst zu regieren, von da an ging es wieder aufwärts, erst recht nach der Aufhebung der Leibeigenschaft 1861. 1892 begann hier sogar die erste Straßenbahn Russlands (die zweite in Europa) zwischen der oberen und unteren Stadt zu fahren. Heute nennt sich diese Straße Andrejewskij spusk und ist bei Touristen sehr beliebt, schön bebaut, mit interessanten Kirchen wie der Andreas Kirche, auf den Gehwegen stehen Maler und andere Handwerker und bieten ihre Waren an. Die untere Stadt, auch Podol genannt, war geplagt von Überschwemmungen, doch trotzdem entstand hier ein Handelszentrum. Bis zum Massaker 1941 in Babi Jar (Weiberschlucht) lebten in Podol größtenteils Juden. Kiew ist die drittgrünste Stadt der Welt, nach Wien und Oslo. Viele Parks laden zum Spazierengehen ein. Am Tschewtschenkopark befindet sich das rote Hauptgebäude der Tschewtschenko-Universität. Die Stadt hat eine ganz eigene Atmosphäre, hier herrschen, im Gegensatz zu Moskau, Ruhe, Freundlichkeit, Gelassenheit. An den Wochenenden wird der sonst von Menschen und Fahrzeugen stark frequentierte  Kreschtschatik, die fast 2 km lange Hauptstraße im Zentrum, zur Fußgängerzone. Ungefähr in der Mitte des Kreschtschatiks befindet sich der Platz der Unabhängigkeit, ein beliebter Treffpunkt. Am südwestlichen Ende gelegen ist der Bessarabische Markt, ein schönes Marktgebäude, in dem Lebensmittel angeboten werden.

Zahlreiche Klöster und Kirchen prägen das Stadtbild, allen voran die Sophienkathedrale und das Höhlenkloster, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Sophienkathedrale war lange Zeit gesellschaftlicher und kulturelles Zentrum, war Sitz der orthodoxen Kirche. Äußerlich oft zerstört und wieder auf- bzw. umgebaut, blieb die Innengestaltung über die Jahrhunderte erhalten. Vom Glockenturm hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und das in der Nähe liegende Michaelskloster. Dieses wurde in der Stalinzeit abgerissen, doch Ende der 90er Jahre wieder aufgebaut. Hinter dem Kloster fährt eine Zahnradbahn nach unten zum Ufer des Dnjepr. Sehenswert ist auch die Wladimirkathedrale im byzantinischen Stil. Zu den 5 heiligsten Klöstern der russisch-orthodoxen Kirche gehört das Kiewer Höhlenkloster. Zum Komplex gehören viele Kirchen, ober- und unterirdisch werden Gottesdienste abgehalten. Am beeindruckendsten sind jedoch die Höhlen in der unteren Lawra, in denen man an den Gräbern der mumifizierten Mönche vorbeigehen kann.In Kiew treffen verschiedene Architekturstile aufeinander. So gibt es den Marienpalast im Barockstil oder das Haus mit den Chimären, exotischen Fabelwesen, im Jugendstil. Weithin sichtbar erhebt sich auf einem Hügel am Dnjepr das Monument „Mutter der Heimat“, das den Sieg über die faschistische Armee im Zweiten Weltkrieg symbolisiert.

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From → Andere Regionen

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