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Epiphania 19. Januar

Ein Spektakel ist in der Nacht auf den 19. Januar und auch tagsüber am 19. zu beobachten. An Epiphania wird das Wasser in manchen Seen geheiligt und man kann sich dort taufen lassen. Viele alte slawische Völker des Alten Russlands pflegten diesen Brauch der „Säuberung“ und tauchten in großen Massen im Wasser unter. Indem der Mensch untertaucht, wird sein Körper gesund und seine Seele erleuchtet.

In Moskau gibt es circa 60 Plätze zum Untertauchen, die laut Aussage der Moskauer Stadtregierung von 18 Uhr am 18. Januar bis 18 Uhr am 19. Januar geöffnet sind – es kann aber Abweichungen geben. Die beste Zeit ist dabei zwischen Mitternacht und 1.30 Uhr, da entfaltet das Wasser seine größte Wirkung.

Auch zusehen lohnt sich!!

Im Zentrum – Площадь Революции, Храм Воздвижения Креста Господня на Чистом Вражке, Екатерининский парк (Суворовская площадь).

Im Norden – Большой Садовый пруд (ул. Большая академическая); Стадион „Динамо“, Ленинградское шоссе; Пляж „Левобережный“; Останкинский (Дворцовый) пруд; Строгинская пойма; Бездонное озеро; Река Москва — парк „Северное Тушино“; Ул. Свободы, ул. Живописная, ул. Авиационная; Деривационный канал; Река Чернушка в парке Покровское-Стрешнево; Ландшафтный парк „Митино“ (Барышиха); Карамышевская набережная; Кировская пойма.

Im Osten Пруды Бабаевский, Красный, Майский, Серебряно-Виноградный, Ольховый, (парк „Терлецкая дубрава“), Путяевский, Олений (парк „Сокольники“). Купель „Вернисаж“; Озеро „Белое“ и „Святое“.

Im Süden Пруды Борисовский (храм Живоначальной Троицы), Верхний Царицынский, „Бекет“ (Загородное шоссе), Верхний Кузьминский, Нижний Люблинский“, Шибаевский. Воронцовский (храм Живоначальной Троицы), Чернявский (храм Рождества Христова); Санаторий „Узкое“ (xpaм Kaзaнcкoй Иконы Божьeй Maтepи) и Tpoпapeвcкий (зона oтдыxaTpoпapeвo„). Нахимовский проспект. Храм иконы Божией Матери „Знамение“.

Im Westen Мещерский пруд; Москва-река – Филевский бульвар, ул. Большая Филевская, Рублёво.

 

 

 

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Aktuelle Ausstellungen

Ursprüngliches Russland – vom 18. Januar bis zum 17. Februar sind im Zentralen Haus der Künstler, Krymskij Wal 10, Metro Oktjabrskaja oder Park Kultury, wieder tolle Fotos der russischen Natur zu sehen – beeindruckende Landschaften und schöne Tieraufnahmen-es lohnt sich!

Der Stil Fabergès – noch bis zum 25. März kann man sich im Museum des Neujerusalemklosters in Istra, ca. 60 km westlich von Moskau, in einer umfassenden Ausstellung mit dem Schaffen des Juweliers, er hat nicht nur die berühmten Fabergè-Eier hergestellt, vertraut machen. Unbedingt zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang der Besuch des Neujerusalemklosters!

MosKultInfo Januar 2019

MosKultInfo Januar 2019

Zu Fuß durch Moskau – Spaziergänge für Wahl-Moskauer und deren Gäste

Abseits der breiten Magistralen und allseits bekannten Sehenswürdigkeiten lädt das historische,
typisch russische Moskau ein, entdeckt und erkundet zu werden. In dieser lauten und hektischen Stadt gibt es charmante, oftmals versteckte und gemütliche Ecken, meine kleinen Besonderheiten, die ich Ihnen im Rahmen einer individuellen Exkursion (maximal 6 Personen) gern zeigen möchte.

Zu Fuß erkunden wir ursprüngliche Viertel, in denen wir die urbanen Seiten von Moskau kennenlernen, das wären z.B. Samoskworetschie, der Iwanowhügel, die ehemalige Deutsche Vorstadt an der Jausa mit dem Deutschen Friedhof, die Viertel rund um die Metro Tschistye Prudy, zwischen Sretenka und Lubjanka, zwischen Krasnye Worota und Baumanskaja, die Gegend an den Patriarchenteichen sowie das Handelszentrum Kitaigorod und die Gassen an der Twerskaja.

Für Interessenten der Architektur bieten sich thematische Spaziergänge durch die Gassen der ul. Pretschistenka und Ostoschenka (Moskauer Architektur vom 17. bis zum 21. Jahrhundert) oder eine Tour rund um den originellen Schuchowschen Radioturm in der Nähe der Metro Schabolowskaja (Konstruktivismus) an.

Sie können auf einem Streifzug auch Moskau mit ganz anderen Augen sehen lernen –
mit den Augen von Ingenieuren – und die Spuren hervorragender hier tätiger Ingenieure entdecken.

Ein besonderes Thema für Interessenten der russischen Religionsgeschichte ist ein Besuch der Siedlung Rogoschskij posjolok, dem Hauptsitz der kirchlichen Altgläubigen am Dritten Ring.

Ein Muss sind Moskaus Märkte, seien es die Obst- und Gemüsemärkte wie der Danilowskij oder der Preobrashensky Markt oder die Volkskunst-, Kirchen- und Handarbeitsmärkte wie „Formula rukodelija“ oder „Ladja“.

Auch an die Kinder wird gedacht – mit kleinen Schritten durch eine große Stadt gehen wir auf Entdeckungsreise durch alte Stadtviertel und Museen.
(für Kinder im Alter zwischen 5 und 13 Jahren, mit Begleitung)

Neue Termine für Januar:

Freitag, 18. Januar, 10 Uhr, Spaziergang an den Patriarchenteichen
Freitag, 25. Januar, 10 Uhr, Spaziergang hinter dem Weißen Haus zur ehemaligen Stofffabrik Trjochgornaja Manufaktura und jetzigem Kultur- und Businessclustercluster, mit Besuch des Werksverkaufs

Ausführlicher unter
https://simonehillmann.wordpress.com/spaziergaenge-durch-moskau-und-mehr/

Anmeldung unter
E-Mail: simonehillmann@web.de oder Telefon: +7 917 505 8862

Ich freue mich auf Sie, Simone Hillmann

Termine und Veranstaltungen

Ausstellungen

Archip Kuindschi
Werke eines der schillerndsten Künstler des 19. Jahrhunderts, eines Romantikers unter den Malern, sind im Ingenieurskorpus der Alten Tretjakowgalerie in der Lawruschinskigasse bis zum 17. Februar zu sehen.

In der Neuen Tretjakowka
Die Kabakovs
Bis zum 13. Januar wird eine Retrospektive des Schaffens des Künstlerehepaars Emilia und Ilja Kabakov präsentiert, darunter Grafiken, Malereien und Installationen.

Michail Larionov
Den Mitbegründer der russischen Avantgarde zeichnete ein großes malerisches Talent aus. Mehr als 500 Exponate umfasst bis zum 20. Januar die Schau in der Neuen Tretjakowka. Weiterlesen …

Alte Gemächer, Teil 1

Gemächer waren in der altrussischen Architektur im Unterschied zu den gewöhnlichen Holzbauten Gebäude aus Stein, prächtige Häuser mit mehreren Stockwerken und Räumen – eine fürstliche Residenz. 1471 wurde in der Chronik vermerkt, dass der Kaufmann Tarokan sich Gemächer aus Ziegelstein an der Stadtmauer in der Nähe des Frolow-Tores gebaut hat. Vermutlich war dies das erste Wohngebäude aus Stein in Moskau. Die Stadtregierung sah es natürlich gerne, wenn in Stein und nicht aus Holz gebaut wurde, schließlich galt es den zahlreichen Feuern erfolgreich entgegenzuwirken. Doch Ziegelsteine waren teuer, man bekam sie nicht um die Ecke zu kaufen und außerdem waren die steinernen Häuser ungemütlich, feucht und kalt – im Gegensatz zu den Holzhäusern. Solche alten Holzgebäude blieben natürlich nicht erhalten, Gemächer dagegen trifft man mitunter an. Weiterlesen …

Archip Kuindschi

Noch bis zum 17. Februar wird im Ingenieurskorpus der Tretjakow-Galerie eine Ausstellung des be-deutenden russischen Landschaftsmalers des 19. Jahrhunderts gezeigt.

Archip Kuindschi wurde 1842 in Mariupol in der Familie eines Schusters geboren. Seine Eltern starben früh. Zeitig schon begeisterte er sich für das Zeichnen, sein Arbeitgeber, ein Brothändler, bemerkte seine Begabung und wollte ihn in einer Kunstschule unterbringen, was allerdings nicht gelang. Viele Kenntnisse eignete er sich autodidaktisch an und erst 1868 konnte er seine Werke in der Petersburger Kunstakademie zeigen. Mit Erfolg, denn endlich wurde er als Künstler anerkannt und konnte sein Studium fortführen. Zu Beginn der siebziger Jahre lernte er die Peredvishniki kennen, in dieser Zeit ent-stand das Bild „Herbstwetter“. Weiterlesen …

Das Gebäude der Adelsversammlung

1784 erwarb die Moskauer Adelsversammlung das Gebäude des ehemaligen Anwesens des Fürsten Wasili Dolgorukij-Krimski – ein zweistöckiges Wohnhaus aus Stein mit einer Reihe von Wirtschaftsgebäuden. Nach einem Projekt des bedeutenden russischen Architekten Matwej Kasakow wurde das Anwesen für die Zwecke der Adelsversammlung umgebaut.
Anstelle des Hofes entstand ein 600 m² großer Saal, in dem Bälle mit mehr als 2 000 Teilnehmern abgehalten werden sollten. Heute kennen wir ihn unter dem Namen „Säulensaal“. Weiterlesen …

Stoffmuseum

In den dreißiger Jahren, als die Stroganov-Schule ihre Stoffkollektionen der Textiluniversität A. N. Kosygin übergab, wurde dort ein „Museum für kunstvollen Stoff“ geschaffen. Während einer Führung kann man sich mit den Sammlungen russischer und westeuropäischer Stoffe, die von Hand oder mit der Maschine gefertigt wurden, bekanntmachen. Die Lager haben Bestände an Tüchern, Schals, Gobelins, Teppichen und traditionellen nationalen Kostümen. In großen Wandschränken werden viele zum Teil sehr alte Musterbücher ehemals bedeutender Webereien, beispielsweise der Familien Morosow, Zindel, Baranow, Prochorow und anderer, aufbewahrt.
Neben den russischen Stoffen im Stil des Empire kann man französische Gobelins aus dem 17./18. Jahrhundert bewundern und ebenso Stoffe, die mit einem Jacquardwebstuhl hergestellt wurden. Letzte-re verwendeten erstmals Lochkarten zur Mustergenerierung. In dieser Technik wurde ein Brief der französischen Königin Marie Antoinette gewebt, der im Museum ausgestellt ist.
Des Weiteren werden Stoffe des Jugendstils gezeigt. Jedes Stück Stoff sei ein Dokument der Geschichte meinte die Direktorin des Museums, als sie uns Stoffe mit Flugzeugen, Luftschiffen und Motiven aus der Landwirtschaft präsentierte.
Viele Exponate, die Künstler von ihren Expeditionen nach Sibirien, in den Ural oder den russischen Süden mitbrachten und die sie bei der Kreation neuer Stoffe inspirierten, werden ebenfalls gezeigt.
Am Institut studieren viele ausländische Studenten, sie schenkten dem Museum ihre Nationaltrachten.
Das Museum ist leider nicht öffentlich zugänglich, hauptsächlich wird es als Lehrzentrum für Studenten genutzt, selten werden Exkursionen durchgeführt.

Wohnheim für Studenten des Textilinstituts

Das Kommunehaus in der ul. Ordshonikidse, Metro Leninskij Prospekt, das wir im Rahmen einer Exkursion besichtigen durften, ist ein bedeutendes konstruktivistisches Architekturdenkmal und gehört zu den bekanntesten Arbeiten des Architekten Iwan Nikolajew.

Geplant war es als Wohnheim für 2000 Studenten des Textilinstituts, sie sollten sich als erste auf den Weg zum „neuen Menschen“ begeben und dem Experiment der vollständigen Vergesellschaftung des Alltags unterworfen werden. Dies äußert sich in der radikalen Organisation aller Sphären des Lebens, alles ist genau durchgeplant. Nikolajew plante also kein einfaches Studentenwohnheim, sondern einen Betrieb, der zukünftige Erbauer des Sozialismus produzieren sollte. Die Idee der Vergesellschaftung des Lebens war in den zwanziger Jahren sehr populär – die Menschen wurden in Kommunen vereinigt und von fast allen alltäglichen Verrichtungen „befreit“ – der Zubereitung der Mahlzeiten, vom Saubermachen, Wäschewaschen – alles wurde im Kollektiv erledigt, das Privatleben tendierte gegen Null. In der neu gewonnenen Zeit sollten andere Aufgaben erfüllt werden – angesagt waren der Kampf gegen Analphabetismus und Religion, die Kontrolle der Einhaltung der gemeinsamen Regeln. Weiterlesen …