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MosKultInfo Oktober 2028

MosKultInfo Oktober 2018

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Termine und Veranstaltungen

Ausstellungen
Ausstellung
Die Ausstellung „η Rossija“ wurde vom Club der Industriedesigner zusammengestellt und im Frühjahr bereits in Mailand gezeigt. Den Mittelpunkt bilden Gegenstände aus Holz, Metall und Stoff, sie definieren die Spezifik des russischen Designs. Bis zum 11. Oktober sind die Exponate nun im Mos-kauer Volkskunstmuseum, ul. Delegatskaya 3, zu sehen. Weiterlesen …

Zu Fuß durch Moskau – Spaziergänge für Wahl-Moskauer und deren Gäste

Abseits der breiten Magistralen und allseits bekannten Sehenswürdigkeiten lädt das historische,
typisch russische Moskau ein, entdeckt und erkundet zu werden. In dieser lauten und hektischen Stadt gibt es charmante, oftmals versteckte und gemütliche Ecken, meine kleinen Besonderheiten, die ich Ihnen im Rahmen einer individuellen Exkursion (maximal 6 Personen) gern zeigen möchte.

Zu Fuß erkunden wir ursprünglichen Viertel, in welchen wir die urbanen Seiten von Moskau kennen-lernen; das wären z.B. Samoskworetschie, der Iwanowhügel, die ehemalige Deutsche Vorstadt an der Jausa mit dem Deutschen Friedhof, die Viertel rund um die Metro Tschistye Prudy, zwischen Sretenka und Lubjanka, zwischen Krasnye Worota und Baumanskaja, die Gegend an den Patriarchenteichen sowie das Handelszentrum Kitaigorod und die Gassen an der Twerskaja.

Für Interessenten an Architektur bieten sich thematische Spaziergänge durch die Gassen der ul. Pretschistenka und Ostoschenka (Moskauer Architektur vom 17. bis zum 21. Jahrhundert) oder eine Tour rund um den originellen Schuchowschen Radioturm in der Nähe der Metro Schabolowskaja (Kon-struktivismus) an.

Sie können auf einem Streifzug auch Moskau mit ganz anderen Augen sehen lernen –
mit den Augen von Ingenieuren – und die Spuren hervorragender hier tätiger Ingenieure entdecken.

Ein besonderes Thema für Interessenten der russischen Religionsgeschichte ist ein Besuch der Siedlung Rogoschskij posjolok, dem Hauptsitz der kirchlichen Altgläubigen am Dritten Ring.

Ein Muss sind Moskaus Märkte, seien es die Obst- und Gemüsemärkte wie der Danilowskij oder der Preobrashensky Markt oder die Volkskunst-, Kirchen- und Handarbeitsmärkte wie „Formula rukodelija“ oder „Ladja“.

Auch an die Kinder wird gedacht – mit kleinen Schritten durch eine große Stadt gehen wir auf Entdeckungsreise durch alte Stadtviertel.
(für Kinder im Alter zwischen 5 und 13 Jahren, mit Begleitung)

Neue Termine für Oktober:
4.10. Pretschistenka-Ostoschenka – Architektur durch die Jahrhunderte
5.10. Die Simonov-Siedlung: Kloster und Konstruktivismus
18.10. Deutsche Vorstadt und ehemaliger Deutscher Friedhof an der Metro Baumanskaja

Ausführlicher unter
https://simonehillmann.wordpress.com/spaziergaenge-durch-moskau-und-mehr/

Anmeldung unter
E-Mail: simonehillmann@web.de oder Telefon: +7 917 505 8862

Ich freue mich auf Sie, Simone Hillmann

Pelmeni, Wareniki, Chinkali

In Russland sind diese Teigtaschen sehr oft anzutreffen. Pelmeni, Wareniki, Chinkali – was unterscheidet sie eigentlich?
Pelmeni gehören zu den beliebtesten Gerichten der russischen nationalen Küche. Sie kommen ursprünglich wahrscheinlich aus Sibirien. Mit einsetzendem Frost wurde ein Schwein geschlachtet und vollständig zu Hackfleisch verarbeitet. Dann wurden die Pelmeni produziert und auf einem Brett draußen gefroren, anschließend in Säcken verstaut und im Freien aufgehängt. Ein paar Handvoll da-von in kochendes Wasser geworfen – und schon war die Mahlzeit fertig. Auch als Reiseproviant konnten sie in gefrorenem Zustand gut mitgenommen werden.
Ähnliche Teigtaschen kennen wir auch aus anderen Ländern – Ravioli, Maultaschen, Tortellini. Allerdings werden die Pelmeni nur mit gewürztem gemischtem Hackfleisch – Schweine-, Rind- oder Hammelfleisch – unter Zugabe von Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, gefüllt. In der Fastenzeit bereitet man auch Pelmeni ohne Fleisch, dafür mit Pilzen, Kraut oder Kartoffeln zu. Der Teig besteht aus Mehl, Wasser, Ei und Salz. Um das mühsame Ausstechen einzelner Pelmeni zu erleichtern, gibt es die sogenannte Pelmenitza. Der Teig wird sehr dünn ausgerollt, Fleischhäufchen werden daraufgelegt und noch eine Lage Teig kommt oben drauf. Mit der Pelmenitza, einer speziellen Ausstechform aus Aluminiumguss, können auf einmal circa 30 bis 40 Pelmeni ausgestochen werden. Die fest verschlossenen Täschchen werden in gesalzenem Wasser oder einer Brühe gekocht. Gegessen werden sie traditionell mit saurer Sahne, aber auch mit zerlassener Butter oder Essig, Pfeffer und Salz.

Wareniki sind meist größer als Pelmeni. Ihr Teig besteht aus Weizenmehl, Ei, Salz und Wasser, manchmal wird auch Milch oder Kefir zugegeben. Er wird etwas dicker ausgerollt. Als Füllungen werden Quark (mit Rosinen), gestampfte Kartoffeln, bereits gekochtes Fleisch, Pilze, Kohl (mit Speck), Kirchen und Beeren verwendet. Man isst sie mit saurer Sahne oder Butter oder auch mit Honig oder Konfitüre.

Chinkali sind ein Nationalgericht aus den georgischen Bergregionen. Gefüllt werden sie mit gehacktem Rinder-, Schweine- oder Hammelfleisch sowie verschiedenen Gewürzen – neben Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer und Salz gehören auch Koriander, Petersilie oder Kümmel dazu. Sie werden von Hand geformt, so dass eine kleine Spitze oben bleibt, je nach Region haben sie unterschiedlich viele Falten. Die Legende besagt, dass, je mehr Falten die Chinkali haben, desto größer ist die Liebe der Hausfrau zu ihrer Familie. Chinkali werden in Salzwasser gekocht, mitunter auch gebraten und mit zerlassener Butter oder schwarzem zerstoßenem Pfeffer auf den Tisch gebracht. Chinkal zu essen ist eine Kunst – man isst sie nicht mit Messer und Gabel, sondern mit den Händen – die Finger fassen die Spitze, ein kleines Stück wird abgebissen, die Brühe heraus gezutscht und der Rest gegessen. Oft wird die etwas härtere Spitze zur Seite gelegt, so dass man am Ende zählen kann, wie viele Teigtaschen jeder gegessen hat.

„Exerzierhaus“ und Ausstellungshalle

Dort, wo heute die Manege steht, wurde früher mit Holz, Heu und Moos gehandelt. Deshalb heißt auch die anliegende Straße ul. Mochovaya. Das Feuer von 1812 vernichtete alle Verkaufsbuden. An deren Stelle sollte auf Befehl des Zaren Alexander I. ein Exerzierhaus, eine Paradehalle für die Reiter-schule der Offiziere errichtet werden.
Die Halle sollte für eine Nutzung durch 2 000 Soldaten und gleichzeitig stattfindenden Reitervorführungen ausgelegt sein. Eine Herausforderung für den Architekten, denn exerziert werden sollte natürlich ohne Hindernis, das heißt, es durfte keine Säule zum Tragen der Dachkonstruktion verwendet werden. Und die zu überdachende Fläche betrug immerhin 6 500 m². Um die komplizierte Konstruktion aus Holz vor Schädlingen und Fäulnis zu bewahren, wurde auf dem Dachboden kniehoch Machorka ausgebracht. Weiterlesen …

Die Geschichte der Beleuchtung Moskaus

Russische Straßen wurden erstmals in Sankt Petersburg unter Peter I. beleuchtet. Um seinen Sieg über die Schweden zu feiern, befahl der Zar an den Häusern rings um die Peter-und-Paul-Festung Laternen anzubringen. Die ersten Straßenleuchten auf Ölbasis wurden ab 1723 auf dem Newski Prospekt aufgestellt.
Im Februar des Jahres 1730 kam die zukünftige Zarin Anna Johannovna zu ihrer Krönung nach Moskau, wo sie bis zum Jahresende blieb. Offensichtlich war sie geschockt von der mittelalterlichen Dunkelheit in Moskau. Am 27. November des gleichen Jahres wurde vom Moskauer Magistrat das „Gesetz zur Produktion von Glaslaternen“ auf den Weg gebracht, das den Beginn der Straßenbeleuchtung markierte. Weiterlesen …

Gontscharova und Larionov – die Anfänge der russischen Avantgarde

Natalja Gontscharova entstammt einem alten russischen Adelsgeschlecht. Ihre Zeitgenossen begeisterte sie mit vielfältigen Begabungen. Ihr Name ist untrennbar mit dem von Larionov verbunden. Sie lernten sich 1890 kennen und arbeiteten nicht weniger als sechzig Jahre zusammen, zuerst in Russland, dann in Frankreich. Beide waren temperamentvoll und ungewöhnlich talentiert, sie unterstützten sich gegenseitig in der Ausprägung ihrer persönlichen Individualität.
Gontscharova war immer bestrebt, ihre Bilder einfach und verständlich für alle zu malen. Ihre Vorbilder waren die russischen Ikonen und die Volksbilderbögen (lubok). Sie rief dazu auf, der russischen Tradition nicht nur zu folgen, sondern mit ihnen wie die Volkskünstler zu leben. Beeinflusst durch Kubismus und Futurismus formierte sie gemeinsam mit Larionov den russischen Primitivismus. Bei-spiele dafür sind viele ihrer bunten und ausdrucksstarken Arbeiten. Weiterlesen …

Roter Hammer Moskau

Es begann vor knapp 30 Jahren, als sich 1989 fußballverrückte deutsche Expats zusammenschlossen, um gemeinsam zu kicken. Ein Verein wurde gegründet, ein treffender Name gesucht und gefunden, dazu ein passendes Logo kreiert.
Beim Roten Hammer trainieren und spielen wir gemeinsam, gewinnen und verlieren gemeinsam und feiern auch gemeinsam. Im Vereinslokal „Deutsches Eck“ zeugen zahlreiche Urkunden und Pokale von den Erfolgen.
Trotz allem sportlichen Ehrgeiz steht der Spaß im Vordergrund. Jeder, der sich für Fußball begeistert und mitspielen möchte, ist herzlich willkommen. Wir spielen jeden Dienstagabend auf dem Sportgelände des MGIMO. Im Sommer ab 20:00 Uhr im Freien, im Winter ab 19:00 Uhr in der Halle. Höhe-punkte sind die Turniere und Spiele gegen andere Mannschaften.

Homepage: https://roter-hammer-moskau.net/
E-Mail: info@Roter-Hammer.net
Telefon: +7 925 090 67 83 Sven Lindenberg
+7 926 115 75 90 Alexander Wagner
+7 926 870 70 44 Simon Schütt

Andreas Böldt, Mitglied im Roten Hammer seit 2013

Russischer Whisky – eine Entdeckung

Beim Stöbern in dem Geschäft Vina Kubani (Spartakovskaja ul. 4) entdeckten wir in Russland hergestellten Whisky und konnten es kaum glauben. Nach Verkostung des bei Stawropol gebrannten 3-, 5- und 6-jährigen „PRASKOVEYSKIJ“ überraschte uns eine bemerkenswerte Performance.
Für ca. 650 -1.700 RUR bekommt man ein ausgewogenes harmonisches Getränk, welches im Charakter eher an irischen Whisky angelehnt und durchaus eine Kostprobe wert ist.
Woher kam aber unser anfängliches Staunen? Weiterlesen …

Ein Garten zum Anfassen

Im Südosten Moskaus in der Nähe der Metro Ryasansky Prospekt 4. Veshnyakovsky proyesd 1, wurde vor einigen Tagen der Garten „Der sechste Sinn“ für Menschen mit Sehbehinderung eröffnet.
Hier gibt es thematische Bereiche mit wilder Natur und Kulturlandschaften Russlands – Wiesen mit Gras und Wildkräutern, Getreide, Steppengräser und Nadelgehölze. An anderer Stelle wächst Gemüse, im Apothekergarten stehen Arzneipflanzen und aromatische Kräuter, die in der Naturmedizin und Parfümindustrie verwendet werden. Die Fußwege sind mit unterschiedlichem Material bedeckt, die Tafeln in Blindenschrift gestaltet. Hier können auch Workshops organisiert werden.