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MosKultInfo Dezember 2019

MKI Dezember 2019

Termine und Veranstaltungen

Ausstellungen

In der Alten Tretjakowgalerie
Lawruschinski pereulok 10, Metro Tretyakovskaya

Konstantin Istomin. Licht im Fenster
Circa einhundert Arbeiten des russisch-sowjetischen Künstlers werden bis zum 19. Januar ausgestellt.

In der Neuen Tretjakowgalerie
Krymskij Wal 10, Metro Park Kultury oder Oktjabrskaja

Avantgarde. Zum 100. Geburtstag des Museums der schönen Künste
Diese Ausstellung rekonstruiert das Schicksal des Museums aus den zwanziger Jahren des vo-rigen Jahrhunderts.

Wasili Polenow
Anlässlich des 175. Geburtstages des berühmten russischen Malers werden seine Werke in der Neuen Tretjakowka bis zum 20. Januar 2020 gezeigt. Weiterlesen …

Winter in Moskau

In den meisten Moskauer Parks wird die Wintersaison eingeläutet. Die Kunsteisbahnen sind bald bereit und auch einige Spritzeisbahnen können benutzt werden. Insgesamt werden in der Hauptstadt
38 Eisbahnen angelegt.
Die größte Eisbahn Europas wurde am 22. November auf der WDNCh eröffnet – 20 000 m² warten auf die Eisläufer.
Auch auf dem Roten Platz wird seit dem 29. November Schlittschuh gefahren. Außerdem lädt der GUM-Weihnachtsmarkt ein.

Die WDNCh verwandelt sich in eine „Winterstadt“ mit unterschiedlichen Angeboten für den Wintersport, für das Tubing wurde ein Berg aufgeschüttet, neben dem Springbrunnen „Völkerfreundschaft“ lädt ein Platz zum Curling ein.

Der Gorkipark wird in diesem Jahr im Stil der Avantgarde gestaltet. Auf der großen Eisfläche können gleichzeitig 6 000 Schlittschuhläufer unterwegs sein. Öffnungszeiten und Tickets unter https://park-gorkogo.com/events/1408

Auch im Sokolnikipark wird die Eisbahn schon rege besucht. Hier ist außerdem eine Loipe aus Kunstschnee bereit.
Auch in vielen anderen Parks kann man Langlauf betreiben. 62 Loipen werden gespurt, wenn denn mal Schnee fällt. Weiterlesen …

Lenins Plan der monumentalen Propaganda, Teil 3

Agitation und Propaganda wurde nach der Oktoberrevolution 1917 groß geschrieben. Mit seinem Plan der monumentalen Propaganda schlug Lenin eine Strategie für die Entwicklung der monumentalen Kunst vor. Kunstwerke sollten nicht nur Propaganda für die Revolution und die kommunistische Ideologie machen, sie beschafften den Bildhauern auch große staatliche Aufträge. Zwischen 1918 und 1923 wurden ungefähr dreißig Monumente geschaffen, von denen auch heute noch ein paar existieren.

Im Alexandergarten wurde in der Nähe der Grotte auch ein Denkmal für Robespierre eröffnet. Darüber schrieb die Zeitung Pravda: „Den Alexandergarten füllen gerade ausgerichtete Reihen von Rotarmisten. Das Denkmal ist mit Blumen geschmückt und von Fahnen umrandet. Die Marseillaise wird gespielt. Die Decke fällt. Am Denkmal werden Chrysanthemen abgelegt.“ Doch dem Denkmal war nur ein kurzes Leben beschieden. Vier Tage später fand man nur noch Überreste, offenbar hatte es irgendjemand gesprengt – so die Version in der Pravda. Die andere Möglichkeit – in der Nacht auf den 7. November herrschte starker Frost und der schlechte Beton zerbrach unter seinem Einfluss. Weiterlesen …

Das Modell Moskaus

Das Modell der Hauptstadt, das im extra dafür gebauten Pavillon in der Fliederallee (Sirenjewaja Alleja) auf der WDNCh ausgestellt wird, ist um 61 m² gewachsen. Neue Gebäude sind dazugekommen – der Kiewer Bahnhof, das Hotel Ukraina, das Donskoj und das Simonow Kloster, die Andrejewski Brücke und vieles mehr, alles im Maßstab 1:400. Nunmehr befinden sich auf 429 m² mehr als 23 000 Objekte. Jede Kopie beherbergt eine Leuchtdiode, überall kann Licht gemacht werden. Den ganzen Tag über werden musikalische Lichtshows gezeigt. Die Besucher selbst können das Modell in verschiedenes Licht tauchen – nachts bei Mondschein, tagsüber im Sonnenlicht und sogar ein Regenbogen ist vorgesehen. Zur richtigen Zeit ist das Glockenspiel des Spasskiturms zu hören, Reliefs und Gemälde an Gebäuden sind originalgetreu dargestellt. Auch Erhebungen oder Senken werden hundertprozentig wiedergegeben.

Sechzig Künstler, Architekten, Grafiker und Modellbauer sind mit dem Anfertigen beschäftigt. Im nächsten Jahr soll das Modell fertiggestellt werden, geplant ist eine Größe von 945 m² – die Stadt innerhalb der Grenzen des Dritten Transportrings – alle Bahnhöfe, die Sperlingsberge mit der Lomonossov-Universität, dem höchsten Stalin-Gebäude sowie das ehemalige Industriegebiet SIL sollen aufgenommen werden.
Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. Infos unter www.maketmoskvy.ru.

Oldtimer-Faszination in Moskauer Museen, Teil 3

Für Auto-und Motorradliebhaber sowie Oldtimerfans jeder Couleur gibt es in Moskau mittlerweile eine Menge zu sehen. Verschiedene Formate ziehen unterschiedliche Besucher an. Dies ist eine Einladung, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. Will man die Museen richtig einschätzen, sollte man zu-nächst wissen, in welcher Zeit sie entstanden sind. Die Oldtimergeschichte Russlands ist, im Gegensatz zu Deutschland, sehr jung. Ende des vorigen Jahrhunderts wurden die vom Charakter, Alter, beruflichen Werdegang her sehr unterschiedlichen Sammler und Bewahrer des automobilen Erbes noch als absolute Sonderlinge eingestuft und ihr Engagement fand kaum Beachtung. Heute ist „retro“ und „vintage“ auch bei Autos „in“ und zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Weiterlesen …

Schuchow – ein genialer Ingenieur und Konstrukteur des gleichnamigen Sendeturms

Der wohl jedem Moskauer bekannte feingliedrige Stahlturm an der Metro Schablovskaya ist laut Wladimir Fjodorwitsch Schuchow (Präsident des Schuchow-Fonds und Urenkel des Turmkonstrukteurs) durch Rosteinwirkung unmittelbar vom Verlust seiner Standfestigkeit bedroht. Um das einzigartige Denkmal vor dem Verfall zu retten, ist Eile geboten. Wenig schön hat man Stahlträger eingezogen, die den Turm etwas verunstalten.

Was macht ihn eigentlich so außergewöhnlich?

Wladimir Grigorjewitsch Schuchow (1853-1939) war – obgleich im Westen kaum bekannt – einer der herausragenden Konstrukteure seiner Zeit. Seine Hängedächer, Bogenkonstruktionen, Seilnetze, Gitterschalen und hyperbolischen aufgelösten Gitterschaltürme waren neuartige material- und kostensparende Lösungen von bis dahin unerreichter Einfachheit und Eleganz. Darüber hinaus war er Autor des ersten russischen Pipelineprojektes (1878), erfand das Cracken von Erdöl und entwickelte hierfür industrielle Anlagen (1891). Er schuf den Schuchow-Dampfkessel, entwarf Tankschiffe und einen aus dünnen, in der Dicke abgestuften Blechen bestehenden und auf Sand gelagerten Erdöltank, der wohl in 20.000 Exemplaren gebaut wurde und dessen Konstruktionsprinzip auch heute noch Anwendung findet. Weiterlesen …

Das älteste Moskauer Observatorium

Eine Exkursion führte mich in einen der ältesten Bezirke der Hauptstadt, nach Presnja im Nordwesten Moskaus, benannt nach einem Fluss mit hervorragenden Trinkwasser. Dort gab es viele Fabriken, die meisten existieren heute nicht mehr – im Gegensatz zur Trjochgorka-Stoffmanufaktur, die sich zu einem modernen Businessquartal entwickelt hat. Dort haben sich Büros, Galerien, Showrooms und auch Restaurants angesiedelt. Weiterlesen …

MosKultInfo November 2019

MKI November 2019

Zu Fuß durch Moskau – Spaziergänge für Wahl-Moskauer und deren Gäste

Abseits der breiten Magistralen und allseits bekannten Sehenswürdigkeiten lädt das historische,
typisch russische Moskau ein, entdeckt und erkundet zu werden. In dieser lauten und hektischen Stadt gibt es charmante, oftmals versteckte und gemütliche Ecken, meine kleinen Besonderheiten, die ich Ihnen im Rahmen einer individuellen Exkursion (maximal 6 Personen) gern zeigen möchte.

Zu Fuß erkunden wir ursprüngliche Viertel, in denen wir die urbanen Seiten von Moskau kennenlernen, das sind z.B. Samoskworetschie, der Iwanowhügel, die ehemalige Deutsche Vorstadt an der Jausa mit dem Deutschen Friedhof, die Viertel rund um die Metro Tschistye Prudy, zwischen Sretenka und Lub-janka, zwischen Krasnye Worota und Baumanskaja, die Gegend an den Patriarchenteichen sowie das Handelszentrum Kitaigorod und die Gassen an der Twerskaja.

Für Interessenten der Architektur bieten sich thematische Spaziergänge durch die Gassen der ul. Pretschistenka und Ostoschenka (Moskauer Architektur vom 17. bis zum 21. Jahrhundert) oder eine Tour rund um den originellen Schuchowschen Radioturm in der Nähe der Metro Schabolowskaja (Konstruktivismus) an.

Sie können auf einem Streifzug auch Moskau mit ganz anderen Augen sehen lernen –
mit den Augen von Ingenieuren – und die Spuren hervorragender hier tätiger Ingenieure entdecken.

Ein besonderes Thema für Interessenten der russischen Religionsgeschichte ist ein Besuch der Sied-lung Rogoschskij posjolok, dem Hauptsitz der kirchlichen Altgläubigen am Dritten Ring.

Ein Muss sind Moskaus Märkte, seien es die Obst- und Gemüsemärkte wie der Danilowskij oder der Preobrashensky Markt oder die Volkskunst-, Kirchen- und Handarbeitsmärkte wie „Formula rukodelija“ oder „Ladja“.

Auch an die Kinder wird gedacht – mit kleinen Schritten durch eine große Stadt gehen wir auf Entdeckungsreise durch alte Stadtviertel und Museen.
(für Kinder im Alter zwischen 5 und 13 Jahren, mit Begleitung)

Termine im November
Montag, 11. November, 10 Uhr, Tour mit der Straßenbahn 39, mit Besuch des Danilow-Klosters, des Danilowmarktes und des Don-Klosters

Donnerstag, 21. November, 10 Uhr, Spaziergang an der Metro Sokolniki mit Besuch des Kirchenmarktes

Weitere Termine und Touren gern auf Anfrage!

Ausführlicher unter
https://simonehillmann.wordpress.com/spaziergaenge-durch-moskau-und-mehr/

Anmeldung unter
E-Mail: simonehillmann@web.de oder Telefon: +7 915 242 3679

Ich freue mich auf Sie, Simone Hillmann