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Aktuelle Ausgabe

MKI98

Stadtspaziergänge

Abseits der breiten Magistralen und allseits bekannten Sehenswürdigkeiten lädt das historische, typisch russische Moskau ein, entdeckt und erkundet zu werden. In dieser lauten und hektischen Stadt gibt es charmante, oftmals versteckte und gemütliche Ecken, meine kleinen Besonderheiten, die ich Ihnen im Rahmen einer individuellen Exkursion gern zeigen möchte.
Wer also nicht nur den Roten Platz kennenlernen will, ist hier genau richtig.

Momentan sind Exkursionen durch Moskau noch nicht wieder erlaubt.
Im Laufe des Sommers wird sich das hoffentlich ändern, so dass wieder Spaziergänge angeboten wer-den können, zunächst für kleine Gruppen mit maximal 5 Personen.

In den vergangenen Monaten habe ich neue interessante Touren getestet, beispielsweise am Arbat, in der Moskwa-Schleife im Bezirk Chamovniki, an der Timirjasew-Landwirtschafts-Akademie und auf der ersten Station des Pilgerwegs nach Sergejew Posad durch den Park an der Jausa.

Gern organisiere ich auch Nordic Walking Touren im Moskauer Grün.

Aktuelle Informationen und Themen werden unter
https://simonehillmann.wordpress.com/spaziergaenge-durch-moskau-und-mehr/ veröffentlicht.

Bitte melden Sie sich unter E-Mail: simonehillmann@web.de oder per Telefon: +7 915 242 3679
und wir finden gemeinsam Thema und Termin für einen Spaziergang.

Ihre Simone Hillmann

Wir holen den Sommer in Moskau ein

Langsam, aber sicher öffnet sich Moskau nach der Quarantäne. Man kann auf Terrassen die warmen Sommertage genießen und sich vor dem Regen im Inneren der zahlreichen Moskauer Lokale verstecken.
Im Moment sind die geführten Touren draußen noch nicht erlaubt.
Doch schon jetzt ist es möglich, einiges von Moskau zu machen:

Ausflüge in das Moskauer Gebiet für Familien bzw. den engen Freundeskreis, z.B.:
– nach Sergijew Possad ins Segius-Dreifaltigkeits-Kloster mit einem Abstecher nach Radonesch und die richtig ruhige Chernigowskij-Einsiedelei.
– nach Neujerusalem mit anschließenden Mittagessen in einer Siedlung in der Nähe bei einer russischen Familie.

Die Tretjakow-Galerie öffnet am 3. Juli ihre Säle. Die Galerie hat temporäre Regeln eingeführt. Die Eintrittskarten sind unbedingt im Voraus online zu kaufen.
Planen Sie Besuche in den Galerien und Museen im Voraus.

Auch Malkurse in der Natur sind möglich.

Sobald die momentanen Einschränkungen gelockert werden, sind wir bereit, Ihnen auch Touren und Kultur-Programme in Moskau anzubieten.
Einige Inspirationen können Sie sich hier holen http://www.sateg4russia.ru.
Wir würden Sie gerne bei Gestaltung Ihrer Freizeit beraten:
info@stage4russia.ru oder WhatsApp: +7 926 229 10 61.

Bleiben Sie gesund und behalten Sie Ihre gute Stimmung und Lebensfreude. Das ist die beste Medizin.

Ihre Olga Varlamova und Team

Aktuelles

Mit dem Schiff durch Moskau
Seit einigen Tagen fahren die Schiffe wieder auf der Moskwa. Hier kann man Touren online buchen, was wesentlich günstiger ist, als die Tickets am Anlegesteg zu erwerben.

https://river-ship.ru/
https://речныепрогулки.москва/
https://moskvatrip.ru/
https://teplohod.ru/progulki_na_teplohode/
https://www.mosflot.ru/
https://rivertickets.ru/

Yoga in den Parks
Ab dem 1. Juli beginnt in vielen Parks, u. a. im Gorki-Park, im Park Museon und im Heremitage Garten die Yoga-Saison. Morgens und abends finden die Trainings statt, allerdings nur bei Temperaturen über 18 Grad. Weitere Informationen unter
https://yogajournal.ru/parks/schedule/.

Baden im Sommer
Wer diesen Sommer in Moskau und Umgebung verbringen wird, hat einige Optionen auf Badevergnügen.

„Buchta radosti“ am Ufer des Stausees Pirogovo, Dorf Sorokino
Daneben befindet sich das wahrscheinlich lautere Komplex „Malibu“.
Ebenfalls an diesem Stausee befindet sich der Strand „Flagman“.
Man erreicht die Strände von der Metro Medwedkowo mit dem Bus oder Marschrutka 438 bis „Dorf Sorokino“.

In Solnetschnogorsk liegt der See „Senesh“, zu erreichen mit der Metro bis Vodnoj stadion, weiter mit dem Bus bis „Gorsovet“.

Sandgrube in Ljuberzy in der Nähe von Dzershinsk, von der Metro Kotelniki fährt der Bus 904 bis Ugreschskaja ul.

Erholungszentrum Troizkoje am Kljasma-Stausee im Dorf Troizkoje, ul. Svjatotroizkaja, zu erreichen von der Metro Altufjewo mit dem Bus 302 bis zum Dorf

Erholungszentrum Novoaleksandrowo im gleichnamigen Dorf, von der Metro Altufjewo mit dem Marschrutka 572

Etwas weiter weg
Luchovizy „Blaue Seen“, mit der Elektritschka vom Kasaner Bahnhof bis nach Luchovizy

Sandgrube in Lytkarino, von der Metro Kotelniki mit dem Bus 348 bis zur Station Volukscha

Sandgrube Belopesozkij in der Nähe von Stupino, mit dem Bus 334, 341 von der Metro Krasnogvardejskaja bis zum Bahnhof

Museen, Theater, Konzertsäle

In der Alten Tretjakowgalerie
Lawruschinski pereulok 10, Metro Tretyakovskaya
Die Tretjakowgalerie öffnet am 3. Juli ihre Türen für Besucher. https://www.tretyakovgallery.ru/
Unbekannte Peredvishniki
Diese große Ausstellung der russischen realistischen Maler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigt bis zum 12. Juli Skizzen und Gemälde bekannter und unbekannter Peredvishniki.

In der Neuen Tretjakowgalerie
Krymskij Wal 10, Metro Park Kultury oder Oktjabrskaja
Das russische Märchen. Von Wasnetzow bis heute.
Bis zum 13. September ist in der Neuen Tretyakowka eine Ausstellung dem russischen Märchen und dem Volksepos gewidmet. In drei Bereichen werden Gemälde, Kostüme und Aus-schnitte aus Märchen vorgestellt.

Alexander Rukawischnikow
Der 1950 geborene Künstler gehört zu den führenden modernen Bildhauern. Zu seinen Werken zählen die Skulpturen von Dostojewskij vor der Russischen Staatlichen Bibliothek, das Denk-mal Alexanders II. an der Christi Erlöser Kirche oder das Denkmal für den Clown Juri Nikulin vor dem Zirkus auf dem Tsvetnoi Boulevard. Bis zum 30. August werden seine wichtigsten Figuren in der Neuen Tretjakowka präsentiert.

Im Puschkinmuseum
Ul. Wolchonka 12, Metro Kropotkinskaya
Das Puschkinmuseum öffnet am 11. Juli für alle. https://pushkinmuseum.art/

Im Museum für moderne Kunst
Als letzte Abteilungen des Museums öffnen am 2. Juli das Ateliermuseum von Surab Zereteli sowie die Galerie von Wladimir Sidur. http://www.mmoma.ru/exhibitions/now/
Gogolevskij Boulevard 10
Tatjana Nasarenko
Bis zum 16. August ist eine Ausstellung einer der bedeutendsten Figuren in der modernen rus-sischen Kunst gewidmet. Gezeigt werden Malerei, Grafik und Installationen.

Im Museum für Impressionismus
Leningradskij Prospekt 15
Das Museum nimmt am 1. Juli seine Arbeit wieder auf. http://www.rusimp.su/ru/exhibitions
Revolution hinter der Tür
Bis zum 23. August wird diese Ausstellung von Juri Annenkov gezeigt. Der größte Teil der mehr als 100 Arbeiten des Porträtisten und Illustrators wird vom Centre Pompidou in Paris zur Verfügung gestellt.

Im Volkskunstmuseum
Ul. Delegatskaya 3, Metro Zvetnoi Boulevard
Hier wird bis zum 25. Dezember Volkskunst aus Holz gezeigt, außerdem gibt es bis zum
10. November eine Ausstellung zum Thema Bernstein.

Im Historischen Museum
Krasnaja Pl. 1
Das Historische Museum öffnet am 1. Juli. https://shm.ru/
Faberge und die Juweliere des Zaren
Bis zum 30. Oktober werden über 300 Schmuckstücke, Miniaturen, Kirchengerät, Geschirr und vieles mehr ausgestellt.

Militärmusikfestival
Das Festival Spasskaja Baschnja findet vom 28. August bis zum 6. September auf dem Roten Platz statt. Programm und Tickets unter https://spass-tower.com/.

Veranstaltungen und Anregungen online

Digitale Angebote des Goetheinstituts

Deutsch lernen
https://www.goethe.de/de/spr/ueb/stu.html

Kinderuni
https://kinderuni.goethe.de/

Junioruni
https://junioruni.goethe.de/?lang=de

Lese- und Hörempfehlungen für Jugendliche
https://www.goethe.de/de/kul/lit/ser/rou.html

Kultur
https://kulturama.goethe.de/
z.B. Die Bayrische Staatsoper präsentiert jeden Montag ein Konzert.
Jeden Donnerstag gibt es ein literarisches Frühstück.

Popcast – Podcast mit Musik
https://www.goethe.de/de/kul/mus/gen/pop/cas.html

Unsere Kulturseite mit vielen Angeboten
https://www.goethe.de/ins/ru/de/kul.html
https://www.goethe.de/ins/ru/de/kul/sup/kulturcafe_starthtml
z.B. Ksenia Reutowas Intro in den Film von Irene von Alberti (ru). „Der lange Sommer der Theorie“ (81 Min.) ist online zu finden. Siehe auch die Infos unter Links

Und unser Magazin Deutschland-Russland
https://www.goethe.de/ins/ru/de/kul/mag.html
Hier finden sich alle Artikel auf Deutsch und Russisch zu relevanten Themen aus beiden Gesellschaf-ten.

Kirchen verschiedener christlicher Konfessionen in Moskau

In der fast zweitausendjährigen Geschichte des Christentums hat sich aus unterschiedlichsten Gründen eine breitgefächerte Vielfalt von Konfessionen herausgebildet – viele von ihnen haben in dem Schmelztiegel Moskau mit eigener Kirche einen Platz für ihre Gläubigen gefunden. Wir wollen auf Erkundung gehen und deren Besonderheiten erfahren. In 8 Folgen werden wir die jeweiligen historischen Zusammenhänge umreißen und uns vor Ort umschauen.

Morgenländisches Schisma: Katholismus und Orthodoxie (2/8)
Nach den Konzilen von 431 und 451 sollten bis zur nächsten großen Kirchenspaltung noch ca. 600 Jahre bis 1054 vergehen, dennoch ist die Ursache hierfür bereits damals in der Spaltung des Römischen Reichs 395 in Ost und West mit den Zentren Konstantinopel und Rom zu sehen. Beide Reichs-teile entfremdeten sich zunehmend sprachlich (griechisch und Latein) und kulturell (im Osten gab es viele gebildete Laien, die es bis in allerhöchste Kirchenämter schafften – im Westen hatte die Kirche das Bildungsmonopol und nur aus den eigenen Reihen konnten kirchliche Ämter erwachsen). Weiterlesen …

Kalte Suppen

Jeder kennt wohl kalte Suppen wie Gazpacho oder Cacik, auch die russische Küche hält solche erfrischenden Suppen für die Sommerzeit bereit.
Okroschka
ist eine Suppe aus verschiedenem Gemüse wie Gurken, Radieschen sowie Kartoffeln, Käse, Ei und Wurst/Fleisch, in der vegetarischen Variante auch ohne, angerührt mit Kwas oder Kefir. Alles klein schnippeln, würzen und Kräuter nach Geschmack zugeben, mit der Flüssigkeit versetzen und bei Be-darf noch etwas Mineralwasser hinzugeben. Weiterlesen …

Konstantin Melnikov

Am 3. August jährt sich der Geburtstag des bedeutenden russischen Architekten zum 130. Mal.
Melnikov gehört zu den angesehensten Architekten der Avantgarde der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts.

In Moskau kann man viele seiner tollen konstruktivistischen Gebäude bewundern.
Das älteste steht fast vergessen in der Nähe der Metrostation Sucharewskaja, Bolschoi Sucharewskij Pereulok 11. Es wurde auf dem ehemaligen Nowosucharewskij Markt als Verwaltungsgebäude errichtet. Inzwischen wurde es mehrfach umgebaut und es wird über eine Restaurierung nachgedacht. Weiterlesen …

Häuser, die Architekten für sich bauten, Teil 3

S.U. Solowjow

Das berühmte „Bestien-Haus“ in der Maly Rshewskij Gasse 6 war möglicherweise das Vorbild für das Domizil des Meisters und seiner Margarita im gleichnamigen Roman Michail Bulgakows.
Solowjow war Architekt und als solcher verwirklichte er in seiner Villa, die 1901/02 gebaut wurde, sein Credo. Er war kein Verfechter des Jugendstils und baute auch keine weiteren Villen, sondern öffentliche Gebäude und Institute im klassizistischen oder pseudorussischen Stil. Zu den berühmtesten seiner Bauwerke zählen das Handwerksmuseum in der Leontjewgasse, das Hauptgebäude der Moskauer Pädagogischen Universität in der ul. Malaja Pirogowskaja und die Gebäude der Russischen Wirtschaftsakademie in der Nähe des Paweletzker Bahnhofes.
Das Haus bestimmt die Ecke der Malyj Rhewskij und Chlebny Gassen. Seine Komposition und Fassadengestaltung scheint dem belgischen Art Nouveau entlehnt. Der asymmetrische Aufbau wird von einem Spitzdach gekrönt. Das Dachgesims ist weit auskragend und wird durch geschmiedete figürliche Kragsteine gestützt. Auf runden Majolikaeinsätzen unter dem Dachgesims wird auf das Baujahr hingewiesen. Weiterlesen …

Der Pilgerweg von Moskau nach Sergejew-Posad

Der alte Dreifaltigkeitsweg diente über viele Jahrhunderte hindurch als wichtiger Fußweg durch Russ-land. Er sah viele russische Heilige, die Zaren, ausländische Eroberer und russische Befreier. Auch Michail Lomonossov kam über den Dreifaltigkeitsweg mit einem Wagen voller Fische nach Moskau, um hier zu studieren.
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts, bald nach seiner Gründung, entwickelte sich das Dreifaltigkeitskloster in Sergejew Posad zum Pilgerzentrum. Der erste Staatsmann, der den Weg absolvierte, war der Moskauer Großfürst Dmitrij Iwanowitsch Donskoj und begründete damit eine Tradition.
Besonders Zar Alexej Michailowitsch reiste mit großem Hofstaat und die prächtigen Paraden sahen sich alle Russen an. Für solche Ausflüge in das Kloster wurden am Weg insgesamt fünf Poststationen errichtet, wo man übernachten konnte – in Aleksejewskoje (gehört heute zu Moskau), Taininskoje, Bratovschtschina, Vosdvishenskoje und Sergejew Posad, wo die von Peter I. aus Stein errichtete Post-station mit Gebetsräumen für die Zaren und Kachelöfen heute die Priesterakademie beherbergt. Siehe dazu auch https://moskultinfo.wordpress.com/2020/01/01/auf-dem-dreifaltigkeitsweg-in-richtung-sergejew-posad/.
Natürlich sollten die Pilger früher den Weg zu Fuß zurücklegen. In der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts wurde allerdings die Eisenbahnstrecke nach Sergejew Posad gebaut, zum Unwillen der Priester und Mönche. Manche Pilger organisierten sich eine Kombination – sie fuhren zwar mit dem Zug, wanderten aber die gesamte Strecke über von Waggon zu Waggon.
Inzwischen kann der Weg wieder begangen werden. Vom Roten Platz führt der Weg über 120 km bis nach Sergejev Posad. https://trekkingmania.ru/doroga_v_lavru/, http://dorogavposad.ru/map.
Die Etappen sind auf fünf Tage pilgern ausgelegt, aber natürlich ist auch eine andere Einteilung möglich. Unterwegs kann man sich an verschiedenen Punkten die Absolvierung einer Teilstrecke, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, mit einem Stempel in die Wegurkunde bestätigen lassen.
Die erste Etappe führt quer durch Moskau vom Auferstehungstor am Roten Platz bis nach Taininskoje kurz hinter MKAD und wird im Folgenden kurz beschrieben: Weiterlesen …

Jurjew-Polskij

Nur wenige Touristen verirren sich in dieses alte, eigentlich vergessene Städtchen, das zum „Goldenen Ring“ gezählt wird. Doch Menschen, die stille Ecken, russische Atmosphäre und alte Sehenswürdigkeiten mögen, sind hier genau richtig.
Jurjew-Polskij wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von Juri Dolgoruki gegründet. Unter seiner Führung wurde eine Festung angelegt. Bis heute ist der sieben Meter hohe Erdwall, der sie umgibt, erhalten und von dort oben eröffnet sich ein schöner Blick auf das Gelände des Kremls.
Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Georgskirche, die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als letzte Kirche vor dem Einfall der Mongolen errichtet wurde. Das originelle Architekturdenkmal aus weißem Stein wurde mit tollen Schnitzereien verziert. Sie markiert den Höhepunkt der vormongolischen Baukunst, deren Qualität in den folgenden 800 Jahrhunderten nicht mehr übertroffen wurde. Nach dem Vorbild dieser Kathedrale wurde 1326/27 die erste Steinkirche in Moskau gebaut. Weiterlesen …