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MosKultInfo Januar 2018

MosKultInfo Januar 2018

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Termine und Veranstaltungen

Ausstellungen und Festivals
Moskau durch die Jahrhunderte
Anlässlich des Geburtstages der Hauptstadt zeigt die Tretjakow-Galerie, Lawruschinskij pereulok 10, bis zum 21. Januar 2018 eine Ausstellung, die sich mit dem Antlitz Moskaus vom 17. bis zum 21. Jahrhundert beschäftigt. Mehr als einhundert Bilder werden zu sehen sein, darunter Werke von Kandinski, Wasnezow, Perow und vielen anderen. Weiterlesen …

Preise für die beste Rekonstruktion 2017

Im Dezember vergangenen Jahres zeichnete der Moskauer Bürgermeister die Preisträger des Wettbe-werbes um die beste Rekonstruktion 2017 aus. Darüber, was und wie in der Hauptstadt restauriert wird, kann man geteilter Meinung sein, doch eins ist Fakt – an allen Ecken und Enden wird saniert oder eben auch nur gestrichen. Über einige der Preisträger soll im Folgenden berichtet werden. Weiterlesen …

Die Porzellanfabrik in Werbilki

Auf einer Exkursion, die mich nach Werbilki, 90 km nördlich von Moskau, führte, lernte ich die dortige Porzellanfabrik kennen.
Der Engländer Franz Gardner gründete sie 1754, seine Wahl fiel auf das Dorf, weil es schön weit weg von Moskau inmitten verschlafener Wälder und am Zusammenfluss zweier Flüsschen lag. Gardner war lange auf der Suche nach gutem Ton, schließlich fand er ihn in der Nähe von Tschernigow. Nun konnte er endlich sein Ziel verwirklichen, das russische Imperium mit eigenem Porzellan zu versorgen. Der Legende nach hat Katharina die Große ihrem Liebhaber Potjomkin befohlen, sie mit einem Geburts-tagsmahl zu überraschen, das selbst die Grenzen von „1000 und einer Nacht“ sprengen sollte. Das Essen wurde von einem Dessert beendet – Katharina bekam eine Porzellantasse, die mit Brillanten gefüllt war. Sie war begeistert vom Glanz des Goldes und dem festlichen Porzellan, das Potjomkin im Gardner-Werk geordert hatte. Für die Zarin stellte Gardner daraufhin noch vier prächtige Services her, jedes bestand aus einigen hundert bis zu 1 500 Teilen.
Die ersten Meister, die in der Fabrik arbeiteten, kamen aus Meißen, sie lernten auch die russischen Fachleute an. Einer davon war Johann Müller, der damals im Imperatorskij Porzellanwerk in der Nähe von Petersburg tätig war. Gardner schaffte es tatsächlich, Porzellan zu einer russischen Massenware werden zu lassen. Viele konnten sich das teure importierte Porzellan aus Europa natürlich nicht leisten und freuten sich am preiswerten vaterländischen Geschirr. Die Produktion musste erweitert werden. 1771 arbeiteten dort siebzig Leute, zehn Jahre später hatte sich Anzahl bereits verdoppelt. 1785 erlaubte der Moskauer Bürgermeister dem Porzellanmagnaten das Stadtwappen und 1855 der Zar das russische Staatswappen auf den Stücken abzubilden. 1856 wurde die Manufaktur zum Hoflieferanten ernannt.
Nach dem Tod von Gardner wurde die Fabrik innerhalb der Familie weitergegeben, mit wechselndem Erfolg. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebte die Produktion wieder auf. Trotz der Gründung ande-rer privater Manufakturen nahm das Gardner-Werk immer noch eine führende Position ein. Das Aus-hängeschild der Fabrik waren Services, die mit den Wappen der aristokratischen Familien, Adelskronen, Monogrammen verziert waren.
Neuen Schwung erhielt die Fabrik 1892, als sie von Matwej Kusnezow übernommen und erfolgreich in seine Porzellangenossenschaft eingegliedert wurde. Um keine Kunden zu verlieren, kennzeichnete Kusnezow bis 1917 das Geschirr mit Gardners Markenzeichen.
In Sowjetzeiten liebten In- und Ausländer Teller und Tassen aus Werbilki. Auf der Weltausstellung 1937 erhielten die Meister eine Goldmedaille, ebenso 1958 in Brüssel. Inzwischen liefert die Fabrik Geschirr auch in den Kreml.
Auch heute noch stellt die Fabrik eine Produktlinie her, die Franz Gardner ins Leben gerufen hatte und bewahrt die zweihundertjährigen Traditionen. Die Rohstoffe Ton und Kaolin kommen aus der Ukraine, der Sand aus Ramenki und der Feldspat von der Halbinsel Kola.
Interessant war es, dem Produktionsprozess zuzuschauen. In den alten Werkhallen war es nicht sehr gemütlich und die Arbeitsbedingungen lassen etwas zu wünschen übrig. Und doch kommen am Ende sehr schöne Stücke aus dem Ofen.
Im Foyer des Werkes befindet sich ein Geschäft, in dem man das Porzellan auch erwerben kann.

Die Gnesin-Musik-Akademie

Die Akademie der Familie Gnesin kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Die zukünftigen Gründerinnen der Akademie, Jevgenya, Jelena und Maria Gnesin, wurden in einer kinderreichen Familie in Rostow am Don geboren. Ihre Eltern, die die Musik sehr liebten, schickten die Mädchen an das Moskauer Konservatorium. Nach dem Tod des Vaters begann die begabteste unter ihnen, Jelena, als Pädagogin am Arsenjev-Gymnasium, einer elitären Bildungseinrichtung für Frauen, zu arbeiten. Außerdem trat sie als Pianistin auf. Weiterlesen …

Das Gebäude der ehemaligen Settlement-Schule

Die Settlement-Bewegung entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika. Ihre Anhänger kümmerten sich unter anderem um sozial gefährdete Kinder und Jugendliche.
Auch in Russland entwickelte sich diese Bewegung. Der Architekt A. Selenko bereiste 1903/04 die ganze Welt und lernte diese pädagogische Richtung in den USA kennen. Zurück in Moskau traf er den Pädagogen S. Schatzki und beide gründeten nach amerikanischem Vorbild die Settlement-Gesellschaft. Weiterlesen …

Interessantes in Marijna Roschtscha

In den Köpfen mehrerer Generationen ist die Geschichte von Marijna Roschtscha mit verwunschenen Wäldern, in denen eine Räuberbande mit der grausamen Marija an der Spitze ihr Unwesen trieb. Es heißt, dass sie Schrecken und Leid über alle Reisenden brachte. Doch wie ist es heute? Nach Marijna Roschtscha kam Koroljow, der Konstrukteur von Raumschiffen, hier lebten der Schriftsteller Dosto-jewski und der Schauspieler Rybnikow, hier ging Puschkin spazieren und versteckte sich Lenin. Weiterlesen …

MosKultInfo Dezember 2017

Termine und Veranstaltungen

Ausstellungen und Festivals
Peresagruska – Neuauflage
Bis zum 17. Dezember werden in der Neuen Tretjakowgalerie, ul. Krymsky Wal 10, mehr als 200 Arbeiten aus der Zeit zwischen 1960 und 2000 gezeigt, die Hälfte davon erstmals nach einem langen Restaurierungsprozess. Die Sammlung der Tretjakowgalerie an moderner Kunst umfasst mehr als 5 000 Werke und demonstriert die Vielfalt der künstlerischen Richtungen dieser Zeit. Weiterlesen …

Weihnachten und Neujahr in Moskau

Weihnachtsgeschenke – die besten Geschäfte
Prosto tak, Malyj Gnesdnikowskij pereulok 12/17 und Ul. Sabelina 3
Büro nachodok, Smolenskij Boulevard 7/9
Swoja polka, Ul. Nischnjaja Syromjatnitscheskaja 10, str. 9
Naivno ochen, Ul. Nischnjaja Syromjatnitscheskaja 10, str. 7
W tschemodane, Ul. Mjasnitzkaja 13, str. 20
Nebo, Nikitskij Boulevard 17
Laden von Mitya Veselkov, Nischnyj susalnyi pereulok 5, str. 10, 2. Etage
Buchladen Dodo, Ul. Mjasnitzkaja 7 Weiterlesen …